Bebauungsplan sichert Arbeitsplätze in Tuntenhausen

von Redaktion

Bestehender Gewerbebetrieb soll erweitert werden – Gemeinderat gibt Einvernehmen

Tuntenhausen – Über eine Neuaufstellung eines Bebauungsplans in Hohenthann beriet der Gemeinderat von Tuntenhausen kürzlich. Grund hierfür ist die strategische Neuausrichtung des bestehenden Gewerbebetriebes auf dem Areal „Im Grund“.

Bürgermeister Georg Weigl betonte eingangs die Notwendigkeit, den bestehenden Gewerbebetrieb erweitern zu müssen. Wie anschließend Landschaftsarchitekt Michael Haas ausführte, ist das Ziel des neuen Bebauungsplans Nr. 40 „Gewerbegebiet im Grund – 3. Erweiterung“ die Errichtung einer rund 70 mal 26 Meter großen Produktionshalle sowie einer Holzgasanlage im südwestlichen Bereich des Areals. Diese Investition soll die betriebliche Entwicklung des dort ansässigen Unternehmens langfristig absichern.

Wie die Verwaltung ausführte, betrifft die geplante Erweiterung Teilbereiche zweier bestehender Bebauungspläne. Diese werden hiermit überplant und ersetzt.

Wie Haas ausführlich erklärte, dient die Investition einer strategischen Neuausrichtung des Betriebs, der sich von der automobilnahen Fertigung hin zur Versorgung zukunftsorientierter Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Halbleitertechnik, Verteidigung und Motorsport entwickelt hat. „Damit werden langfristige Kundenverträge bedient und eine moderne Infrastruktur geschaffen“, erklärte Haas. So leiste das Unternehmen, wie er deutlich machte, einen wesentlichen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Tuntenhausen.

Der Geltungsbereich des neuen Bebauungsplans betrifft insgesamt sechs Grundstücksflächen und grenzt unmittelbar südwestlich an das bestehende Gewerbegebiet „Im Grund“ an. Das Plangebiet umfasst dabei eine Fläche von rund 0,804 Hektar.

Vorgesehen sind im Bebauungsplan Sattel- und Pultdächer mit Neigungen zwischen drei und 27 Grad. Bei der Fassadengestaltung will man insbesondere auf Holz als Baustoff zurückgreifen, um das Gebäude optisch an die ländlich geprägte Umgebung anzupassen. Zur landschaftlichen Einbindung ist ein fünf Meter breiter, mit Bäumen und Gehölzen bepflanzter Grünstreifen entlang der Grundstücksgrenzen vorgesehen. Zum Ausgleich des Eingriffs in die Natur wird eine externe Ausgleichsfläche mit rund 3030 Quadratmetern ökologisch aufgewertet, um die Einhaltung der Immissionsrichtwerte sicherzustellen.

Theresia Englhart (Frauenliste) fragte nach dem Regenrückhalt. Laut Michael Haas warte man hier noch auf das Bodengutachten. Mit einer Gegenstimme (Margit Kraus, Liste 83104) wurde die Neuaufstellung des Bebauungsplans beschlossen. Die Verwaltung will die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung durchführen. ws

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