Irschenberg – „Gutes tun“ war bereits im vergangenen Schuljahr das Motto des Privaten Förderzentrums Irschenberg. Es können kleine Gesten der Aufmerksamkeit, ein freundliches Lächeln oder die gegenseitige Unterstützung sein, die allen im Schulalltag guttun. In diesem Schuljahr wollte die Schulgemeinschaft noch etwas weiter über den Tellerrand hinausschauen. Aus dieser Idee entstand das „Nepal-Projekt“.
Eine Lehrerin der Schule, Evi Wurst, hatte Kontakt zu einem Kinderheim in Nepal, weil sie dort selbst bereits gearbeitet hat und dem tragenden Verein sehr verbunden ist. In den Osterferien des Schuljahres hat sie das Kinderheim in Nepal wiederholt besucht.
Der Verein „Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal“ wurde vor 27 Jahren gegründet. Er führt ein Kinderheim in Kathmandu, das mittlerweile über 200 Kindern und Jugendlichen ein liebevolles Zuhause bietet. Das Ziel ist es vor allem, ihnen eine gute Bildung sowie den Weg aus der Armut hin zu einem selbstständigen Leben zu ermöglichen.
Dies ist natürlich mit hohen Kosten verbunden. Auch wenn in Nepal der Lebensunterhalt wesentlich günstiger ist als bei uns, werden Spenden benötigt, um alle Kinder gut zu versorgen und den Kindergarten sowie die Schule zu finanzieren.
Durch Evi Wurst ist eine Brücke nach Nepal entstanden und das ganze Private Förderzentrum in Irschenberg beschäftigte sich mit der Kultur, der Religion, den Tieren, den Spielen, der Sprache und der Landschaft in Nepal. Beispielsweise wurden Gebetsfahnen gestaltet, nepalesisch gekocht oder ein Nepal-Tag organisiert. Ein Höhepunkt war auch ein Spendenlauf. „Wir konnten als Schule einiges über ein fernes Land lernen, hatten viel Freude bei den einzelnen Aktionen und konnten enorm viel Gutes tun – für die Kinder und Jugendlichen im ‚Haus der Hoffnung‘ am anderen Ende der Welt“, erklärte Thomas Wimmer, Schulleiter am Privaten Sonderpädagogischen Förderzentrum Irschenberg.
Im Rahmen einer Veranstaltung wurde das Projektende mit Liedern und einem Bilderrückblick über die vielen Aktionen für das Kinderheim gefeiert. Ellen Dietrich, Vereinsvorsitzende und Gründerin des Vereins, erzählte in beeindruckender Weise vom Alltagsleben der Heimschule.
„Das Projekt in unserer Schule ist ein Segen für die dortigen Heimkinder und bot die einmalige Chance, in die Kultur eines so fernen Landes einzutauchen“, freute sich auch Evi Wurst, Sonderpädagogin am Privaten Förderzentrum Irschenberg und Initiatorin des Projekts.
„Ich bin völlig überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Schüler und Eltern, die letztlich zu einer Unterstützung geführt hat, die ein Segen für das Kinderheim ist“, bedankte sich Ellen Dietrich. Insgesamt kamen 11500 Euro an Spenden im Rahmen des Projekts zusammen.