Bad Aibling/Willing – Im Rahmen einer feierlichen Andacht in der Willinger Kirche wurde kürzlich das restaurierte Jugendkreuz gesegnet, das 2005 anlässlich des Weltjugendtages in Köln im Weitmoos aufgestellt wurde. Der Zahn der Zeit hatte sichtbar an dem Kruzifix genagt, dessen Erneuerung unter der Federführung von Franz Widhammer, dem Vorsitzenden des Willinger Pfarrgemeinderates, in den vergangenen Wochen über die Bühne ging (wir berichteten).
Widhammer zeigte sich bei der Feier in der Kirche vor allem auch vom Engagement der Willinger Jugend bei der Restaurierung angetan. „Das war wirklich eine tolle Gemeinschaftsleistung“, dankte er allen Mitwirkenden. Im Zuge der Erneuerung wurde das Kreuz auch umgestaltet, die Erinnerung an das Jahr 2005 blieb auf seinem Gebälk allerdings erhalten.
Damals wurde es im Beisein französischer Gastschüler in der Willinger Au aufgestellt. Die Gäste reisten anschließend zum Treffen mit Papst Benedikt nach Köln weiter.
Wegen des regnerischen Wetters musste die ursprünglich im Freien geplante Segnung kurzerhand in die Willinger Kirche verlegt werden. Bei der vom Willinger Kinderchor umrahmten Andacht gab es keinen freien Platz mehr in dem Gotteshaus. Auch viele aus den Reihen derer, die vor 20 Jahren bei der Aufstellung mitgeholfen hatten, waren gekommen.
Pfarrer Philipp Kielbassa bezeichnete das Kreuz als ein „zentrales Symbol des Glaubens, das Christen in aller Welt verbinde. „Für uns ist es kein Zeichen des Todes und der Brutalität, sondern ist durch Christus und seine Auferstehung zu einem Zeichen des Lebens und der Liebe geworden. Ein Zeichen der Verbindung zwischen Gott und den Menschen“, sagte der Pfarrer.
Nach einer anschließenden Stärkung bei Kaffee und Kuchen im Willinger Pfarrheim stellten Pfarrangehörige das Holzgebilde an seinem bisherigen Standort wieder auf. In Anlehnung an das Motto des „Heiligen Jahres“, das heuer in Rom gefeiert wird, prägt auch dessen Gebälk jetzt die Aufschrift „Pilger der Hoffnung“. Zum Abschluss bildeten die Anwesenden einen Kreis um das Kruzifix und beteten gemeinsam ein Vaterunser. Norbert Kotter