Unikate und Schräges auf zwei Rädern

von Redaktion

Motorradtreffen „Un-Seriös“ des AMC Bad Aibling begeistert Tüftler

Bad Aibling – Das außergewöhnliche Motorradtreffen mit dem Titel „Un-Seriös“ vom AMC Bad Aibling bestätigte sich erneut als Kultveranstaltung der Extraklasse. Über 120 Unikate und Schräges auf zwei Rädern wurde auf dem Trainingsgelände im Sportpark in Mietraching präsentiert. Es waren durchwegs faszinierende Hingucker, die einhellig für Begeisterung bei den unzähligen Motorradfreunden und Besuchern sorgten.

Zufriedenheit über die herrliche Kulisse an Bikes mit den passenden Typen und Lenkern auf zwei Beinen dazu, herrschte beim Vorsitzenden vom AMC Bad Aibling, Emil Mathe, sowie den ausrichtenden Brüdern Stefan, Andi und Benno Singer. Freude lösten ebenso die zahlreichen Besucher aus, die manches Vehikel, umgerüstet und zusammengeschraubt von Hobby- und Freizeitmechanikern sowie Bastlern, aus nächster Nähe bestaunen konnten.

Lust am Lärm und
am Duft von Benzin

Dabei machte mancher mit begeistertem Gesicht die Feststellung, dass manche Rarität sogar mit offiziellem TÜV-Zertifikat in keinem Geschäft zu erwerben ist. Ebenso schätzten Besucher die typischen, etwas lauteren Geräusche sowie den Duft aus Benzingemisch über dem Ausstellungsgelände und der Rennstrecke.

In bester Gesellschaft an Raritäten befand sich zum Beispiel eine 60-PS-starke „GPZ“ aus dem Jahre 1994 von Olli Goaß aus Bruckmühl. Umgebaut hatte Andi Kellerer aus Au seine „Iron Wheels“, Hubraum 120 Kubikzentimeter, mit besonderer und einzigartiger Blattfeder, Fußkupplung und Handschaltung. Gleich daneben standen andere Maschinen wie von Harley-Davidson, Triton, Ducati, Triumph, NSU oder anderen Fabrikaten. Auch zu sehen war ein besonders putziges Gefährt der Marke Eigenbau, das Konstrukteur Franz Neichl aus Hörmating im „Schneidersitz“ über das Trainingsgelände lenkte und das inzwischen auch seine Söhne meisterhaft beherrschen.

Entstanden ist das Gefährt vor sieben Jahren in den Wintermonaten und inzwischen Anziehungsmagnet vieler Handybesitzer, die eifrig Fotos machten.

Die Zeit des Zweiten Weltkriegs überdauert hat eine „Express“, gebaut 1932 in Neumarkt/Oberpfalz, die Sepp Hundegger aus Bruckmühl im Original hegt und pflegt und ihr einen Besuch in Mietraching gönnte.

Applaus ernteten auch Bertl Moser mit einer 250er-DKW, Baujahr 1951, sowie Tochter Anna auf einer 250er-BWM, Baujahr 1955, aus Lenggries sowie einige andere Lenker die ihre originellen, für den Straßenverkehr zugelassenen Motorräder im Rahmen einer rasanten Vorführung präsentierten.

Aber auch umgebaute Fahrräder mit Hilfsmotor zogen die Blicke vieler Besucher auf sich. Etwa jene, die Benno Singer und Bruder Andi erst vor einigen Tagen mit Motor, Vergaser, Tank, Kupplung und funktionierender Bremse ausstatteten.

Wie schon in den vergangenen Jahren verfolgten die Aussteller im Rahmen dieser Veranstaltung soziale Zwecke. Etwa „Isar Dreizehn“ aus München oder die „Bavarian American Brotherhood“ (BAB)-Motorradfreunde, die Spenden für bedürftige Menschen sammelten.

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