Nachruf

von Redaktion

Bad Aibling – Nur wenige Wochen nach dem Tod von Erika Blindhammer musste das Theater Aibling erneut von einem langjährig aktiven Mitglied Abschied nehmen: Im Alter von 82 Jahren ist Karl-Heinz Wimmer nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Die älteren Theaterfreunde erinnern sich bestimmt noch an sein erfolgreiches Wirken auf der Gmoahof-Bühne in Willing, der früheren Spielstätte des Theatervereins.

Bei der Trauerfeier auf dem Rosenheimer Friedhof würdigte Gründungsmitglied Walter Kunze im Namen der Vorstandschaft und des Vereins in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder die Tätigkeit des Verstorbenen. Der „Kare“, wie er genannt wurde, trat zwölf Tage nach der im Oktober 1977 erfolgten Gründung dem Verein bei und hielt ihm bis zu seinem Tod die Treue.

Schon im Dezember 1977 stand er im Rahmen des Alpenländischen Adventssingens beim Weihnachtsstück „Christnacht“ für das Theater Aibling auf der Kurhaus-Bühne. Von 1981 bis 1990 gehörte er als Spielleiter der Vorstandschaft an und wählte die Stücke aus.

Zwischen 1977 und 1989 stand er in 21 Stücken als Hauptdarsteller auf der Bühne und war bei 14 Stücken gleichzeitig auch Regisseur. Er avancierte schnell zum Publikumsliebling und brillierte in Paraderollen in bayerischen Mundartwerken wie „Der Geisterbräu“, „Die drei Eisbären“, „Die Wallfahrt“, „Der Gwissenswurm“ und „Die drei Dorfheiligen“.

Als „Dorfrichter Adam“ in der bayerischen Fassung von Kleist’s „Zerbrochenem Krug“ nahm der „Kare“ 1989 Abschied von der Bühne, der er sich wegen einer beruflichen Veränderung nicht mehr widmen konnte.

Der „Kare“ hat das Theater Aibling über zwölf Jahre geprägt. „Dein Einsatz wird in der Geschichte des Theaters weiterleben“, bekräftigte Walter Kunze abschließend. bjn

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