Nachruf

von Redaktion

Mietraching – „Der Herr hat sie gegeben, der Herr hat sie genommen.“ Mit diesen Worten des heiligen Hieronymus leitete Kaplan Banda in der Filialkirche St. Vitus den Seelengottesdienst für Theresia Schäfer ein, die im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

Geboren wurde sie als neuntes Kind beim Eder in Mietraching. Eine halbe Stunde später kam ihr Zwillingsbruder Sepp zur Welt. Aufgewachsen ist sie dann mit zwölf Geschwistern. Schon mit 13 Jahren kam sie nach der Schulentlassung zu ehemaligen Nachbarn nach Buchloe als Haushaltshilfe, und nach wenigen Monaten nahm sie eine Stationsstelle an der Privatklinik Professor Max Lebsche am Bavariaring in München an. Drei Jahre später wurde sie Kindermädchen bei einer amerikanischen Familie, ebenfalls in München. Nach sieben Jahren in der Fremde heiratete sie 1960 in Mietraching Rudi Schäfer. Glücklich waren beide über die Geburt ihres Sohnes Rudi nach einem Jahr. Tochter Birgit wurde erst dreizehn Jahre später geboren. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwägerin Maria im Jahr 1968 nahmen sie die zweijährige Tochter und den einjährigen Sohn ganz selbstverständlich in ihre Familie auf.

Bis zu ihrem Lebensende waren ihr Kinder wichtig. So kamen Enkel und Urenkel stets gerne zu ihr zu Besuch oder auch zum Essen. Zudem nahm sie sich sehr viel Zeit für die Pflege ihrer älteren Angehörigen. Nach der Erkrankung ihres Mannes vor 25 Jahren stand sie auch ihm unermüdlich zur Seite. Trotz allem fand sie auch noch Zeit zur Mithilfe daheim beim „Presssackmachen“ ihres Mannes Rudi für den Stopselclub. Außerdem arbeitete sie in der kleinen Küche beim Stadelfest und backte auch viele Kuchen. Jahrelang fuhren sie wöchentlich in die Nähe von Wasserburg zum Arbeiten. Dort hatte die Tochter in einen Handwerksbetrieb eingeheiratet.

In ihrer knappen Freizeit spielte sie gerne „Halma“ oder „Mensch ärgere dich nicht“. Auch Rätselhefte waren ihr ein geliebter Zeitvertreib. Eine große Leidenschaft war das Kochen und Backen, vor allem für Freunde und Familie. Eine große Trauergemeinde gab der fleißigen Kirchgängerin und allseits beliebten „Resi“ nun das letzte Geleit.

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