Thürhamer Wehr: Hochwasserschutz im Fokus

von Redaktion

Dorfgemeinschaft Mietraching informiert sich vor Ort über Maßnahmen bei Extremwetterlagen

Mietraching – Die Dorfgemeinschaft Mietraching mit ihrem Vorsitzenden Dionys Schwinghammer hat sich bei einem Ortstermin über die Auswirkungen des Thürhamer Wehrs an der Glonn auf den Hochwasserschutz informiert. Wie die Stadtwerke Bad Aibling mitteilen, erläuterten deren Leiter Stefan Barber sowie Andreas Alt, zuständig für den Betrieb der Wehranlage, die aktuelle Situation und die seit der letzten Orteinsicht im Jahr 2018 umgesetzten Verbesserungen. Mietraching liegt rund 800 Meter oberhalb der Anlage.

Die Wehranlage ist inzwischen weitestgehend automatisiert und wird fernüberwacht sowie ferngesteuert. Bei sogenannten Vb-Wetterlagen (sprich „Fünf-b“), auch als Mittelmeertief bekannt, werden die Schützentafeln am Wehr frühzeitig geöffnet, um den Wasserspiegel der Glonn abzusenken und so die Hochwassergefahr für Mietraching zu minimieren. Kommt es zu Verklausungen am Thürhamer Wehr, bei denen die Anlage wegen Überflutung nicht mehr direkt angefahren werden kann, wird laut Angaben der Stadtwerke ein Spezialunternehmer mit einem Kran und großem Ausleger zur Schadensbehebung angefordert.

Zusätzlich wurde unterhalb der Stauanlage am rechten Mühlbachufer ein sogenanntes Wiesenstreichwehr errichtet, das überschüssiges Wasser wieder zurück in das Mutterbett leiten kann.

Hubert Weigl, Zweiter Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, wies darauf hin, dass ein gefällter Baum sowie ein dürrer, umsturzgefährdeter Baum im Wehrbereich eine Gefährdung darstellen und baldmöglichst entfernt werden sollten. Die Stadtwerke Bad Aibling kündigten an, sich um die zügige Erledigung der festgestellten Punkte zu kümmern.

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