Bad Feilnbach – Es ist eine Veranstaltung, die es seit elf Jahren in der Gemeinde Bad Feilnbach gibt. Bei zahlreichen Menschen ist sie wohl deshalb nicht mehr wegzudenken. Der „Almrausch“ wurde 2004 von Andrea Hailer und dem damaligen Kurdirektor Florian Hoffrohne ins Leben gerufen. Dass dieses Jahr der Auftakt am Donnerstag witterungsbedingt abgesagt werden musste, war für Hailer schwer. „Das hatten wir noch nie und es schmerzt schon“, sagt sie.
Bevor 2004 die Idee zum „Almrausch“ kam, organisierten Hailer und Hoffrohne schon andere Veranstaltungen, wie den Nachtflohmarkt und die kulinarischen Filmtage. „Wir wollten gerne unsere Leidenschaften, die Natur, die Berge, die Kultur und die schöne Gastronomie in einem neuen Projekt zusammenbringen“, erklärt Andrea Hailer. „Und wenn man etwas für den Ort, für Bad Feilnbach, tun kann – umso besser.“ Also gründete sie mit Florian Hoffrohne die Marke „Gipflstürma“ und das Projekt „Almrausch“ wurde aufgebaut.
Bereits zum
elften Mal
Von Donnerstag bis morgen, Samstag, sollte das Event nun zum elften Mal stattfinden. Am Donnerstag sollte es um 18 Uhr losgehen. Geplant war ein gemütliches Beisammensein mit Foodtrucks, stimmungsvoller Beleuchtung und Live-Musik von Erich Kogler. „Leider sagt das Wetter, dass am Abend des Auftakts Kälte und Regen auf dem Programm stehen“, sagt Andrea Hailer. Von einem gemütlichen Beisammensein im Feilnbacher Kurpark wäre dann nicht mehr die Rede. Also fiel schweren Herzens die Entscheidung, das Programm am Donnerstag abzusagen.
„So was tut weh“, sagt Hailer. Schließlich planen sie und das restliche Almrausch-Team, bestehend aus der Kur- und Gästeinfo Bad Feilnbach mit ihrem jetzigen Chef Raphael Wagner, dieses Event schon seit gut zehn Monaten. Und die Freude darauf sei bei allen Beteiligten groß gewesen. „Der Almrausch ist ein Herzensprojekt von uns allen und transportiert Bad Feilnbach als Marke auch über die Grenzen hinaus“, so Andrea Hailer. Viele Besucher kämen nicht mehr nur für einen Veranstaltungstag, sondern mittlerweile für alle drei Tage. „Alle sind traurig, aber es hilft nix. Weiter geht’s“, sagt Hailer.
Doch auch wenn Andrea Hailer optimistisch ist, ist es vor allem finanziell gesehen „nicht schön“. Schließlich waren für den Donnerstag Foodtrucks bestellt, die sich diesen Tag geblockt hatten. Sie haben bereits Ware gekauft und auch die Künstler sind schon lange vorher fix gebucht. Hinzu kommt auch der Aufwand für das Organisationsteam. Und dann musste auch die Entscheidung getroffen werden, den Samstag abzusagen. Der Grund: zu wenig Kartenverkauf. „Wir können es nicht ändern, so ist es nun mal“, sagt Hailer.
Doch davon möchte sich die Organisatorin nicht die Stimmung vermiesen lassen. Ihr Fokus liegt vor allem auf dem Miteinander. „So ein Projekt auf die Beine zu stellen, geht nur, wenn eine Gemeinde, wie diese, dahintersteht, auch in dem Bewusstsein, wie wichtig es für den Ort aus Marketingsicht ist.“ Und die Besucher können sich definitiv auf ein schönes Ereignis am heutigen Freitag freuen.
„Momentnroas“
bereits ausverkauft
Denn dann werden Stefan Kröll & Freunde bei der „Momentnroas“ für Stimmung sorgen. Die Veranstaltung auf der Schuhbräualm ist ausverkauft. „Der Name ,Momentnroas‘ entstand, weil uns irgendwann auffiel, dass gerade auf der Schuhbräualm die Abende so einen Zauber haben“, sagt die Organisatorin. Dies läge zum einen an den verschiedenen Künstlern, wie zum Beispiel Max von Milland oder Werner Schmidbauer, die hier auftraten, aber auch am Team der Alm und dem Miteinander.
Und Andrea Hailer ist sich sicher, auch dieses Jahr wird der Abend auf der Alm „magisch“. „Stefan Kröll, der Meister des absurden Humors, hat sich mit dem Musik-Duo „Gioia“ (Gioia & Beni Dorn) zwei sagenhafte Musikfreunde ins Boot geholt“, erklärt sie. „Und wenn wir dann nachts nach unten wandern, werden wir wieder sagen: „Momente statt Evente – das ist das, was zählt.“
Und auch nächstes Jahr wird die Veranstaltung bestimmt wieder magisch. Denn der Almrausch ist im ständigen Wandel und entwickelt sich stetig weiter. Angefangen hat es vor allem mit Kursen, Open-Air-Kino in den Bergen, dann kam „Momentnroas“. Andrea Heiler verspricht zum Abschluss, dass derzeit eine weitere Entwicklung ansteht. Es bleibt also spannend.