Bruckmühl – „Freitags und samstags ‚poppt‘ Bruckmühl – nichts Unanständiges“ – so lautete die Überschrift über eine Pressemitteilung im Juni 2025 über ein ganz spezielles „Start-up“-Projekt in der Ortsmitte. Der Begriff „Pop-up“ steht bekanntlich für „plötzlich auftauchen“ – und das traf exakt zu auf den „Pop-up“-Biergarten, der Ende Juni im Bruck an der Leitha-Park seine Premiere erlebte.
Tische reichten
nicht aus
Die Idee zu diesem „Bürger-Biergarten“ entwickelte das Stadtmarketing und holte dazu die Bruckmühler „Marktküche“ und die Brauerei Maxlrain ins „Pop-up“-Boot. Zielgedanke war, bei schönem Wetter Leute zu animieren, die Geselligkeit zu pflegen, Freunde zu treffen, gemütlich zu ratschen und Brotzeit zu machen. Und das Konzept schlug voll ein: Die von der Brauerei Maxlrain zum Auftakt zur Verfügung gestellte „Grundmöblierung“ mit 15 Tischen und 60 Stühlen erwies sich alsbald als zu klein. Der Bauhof steuerte Biertischgarnituren bei und die Brauerei weitere Tische und Stühle, und so wurde die Sitzplatzkapazität inzwischen verdoppelt.
Die schwungvolle Anfangsphase wurde im Juli durch die Volksfest-Pause und einige Regentage zwar unterbrochen, aber nicht gestoppt: „Danach sind wir fulminant durchgestartet“, berichtet Stadtmarketing-Managerin Silvia Mischi im Gespräch mit dem Mangfall-Boten und fügt hinzu: „Die Menschen finden unseren ‚Pop-up‘-Slogan gut, unser Klientel ist generationsübergreifend und ein Gast hat festgestellt: So ein Biergarten hat Bruckmühl gefehlt. Die Kooperation mit dem Stadtmarketing, der Marktküche und der Brauerei Maxlrain ist eine gelungene Kombination.“
Inzwischen gab es bereits acht Veranstaltungen. Die „kulinarischen Biergarten-Fäden“ laufen bei Hermine Obermeyer zusammen. Die Wirtin des Bruckmühler Lokals „Marktküche“ bringt ihr gastronomisches Know-how ein und bietet mit ihrem Team auf der Speisekarte unter anderem Schnitzelsemmeln, Fleischpflanzerlsemmeln sowie Obazdn mit Brezen an. In der „flüssigen Abteilung“ gibt es neben Alkoholfreiem auch Bier in Flaschen. Nur Radler gibt es in Bechern. Es werden auch Aperol Spritz und Weinschorle ausgeschenkt. „Ich bin überrascht und natürlich sehr erfreut, dass die Idee so gut angenommen wird“, bekennt die „Pop-up“-Wirtin gegenüber unserer Zeitung und führt weiter aus: „Inzwischen erkundigen sich Leute persönlich in der ‚Marktküche‘ oder auf Facebook nach den nächsten ‚Pop-up‘-Terminen und die Bruckmühl-App ist für die Ankündigung bestens geeignet. Unsere Speisekarte wird von unseren Gästen ebenso gelobt wie die zivilen Preise.“
Hermine Obermeyer weist noch auf eine Besonderheit hin: „Die Leute finden es ausgesprochen gut, dass sie an einzelnen Tischen – wie in typischen Münchener Biergärten – ihre eigene Brotzeit mitbringen dürfen. Es waren schon Familien da, die neben ihrer Brotzeit auch ihre Tischdecken dabeihatten und das machte das Ganze noch gemütlicher.“ Doch nicht nur bestens verpflegt werden die „Pop-up“-Gäste: Sie werden oftmals auch musikalisch unterhalten. So spielten bisher die „Blaskapelle Bruckmühl“, die „Familienmusik Lang“ und die „Koffa- und Soatnmusi“ zünftig auf.
Im Saison-Endspurt – „der Pop-up“-Biergarten ist bei guter Witterung jeweils freitags und samstags, letztmals am 19. und 20. September geöffnet – lässt die „Blaskapelle Bruckmühl“ noch mal ihre Instrumente erklingen und es laufen Gespräche mit dem „Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting“ über einen eventuellen Auftritt. „Interessierte Musikgruppen können sich gerne beim Stadtmarketing melden“, betont Silvia Mischi.
Letztes Bier
um 21 Uhr
Der Bruckmühler „Pop-up“-Biergarten ist am heutigen Samstag von 18 bis 22 Uhr geöffnet, Ausschankschluss ist um 21 Uhr. „Heute Abend gibt es als besonderes Schmankerl Schaschlikspieße“, kündigt die „Biergarten-Chefin“ an und hofft auf gutes Wetter bis zum Saisonende.