Ostermünchen – Nachdem das Zeltlager am Heuberg letztes Jahr buchstäblich ins Wasser gefallen war, zeigte sich das Wetter in diesem Jahr von seiner besten Seite – und so konnte das langersehnte Lager endlich wieder stattfinden.
Und das Zeltlager hat bei der Trachtenjugend beziehungsweise dem Trachtenverein Almarausch Ostermünchen eine lange Tradition: Es war das Jahr 1993, als die Trachtler es zum ersten Mal starteten. Damals regierten noch Bill Clinton in den USA und Boris Jelzin in Russland.
Ein schönes und
entspanntes Zeltlager
Am frühen Mittwochmorgen machten sich 33 Kinder und Jugendliche auf den Weg und kamen gut gelaunt am Lagerplatz in der Euzenau an. Dort erwarteten sie bereits die Betreuer, die schon am Vortag das Küchen- und Gemeinschaftszelt aufgebaut hatten. Sofort ging der Zeltaufbau los und mit vereinten Kräften ging der Lageraufbau im Handumdrehen,
Schon am ersten Tag wurde der nahe gelegene Bach zum beliebten Treffpunkt: Eine Staumauer entstand, T-Shirts wurden kreativ bemalt, und bei Völkerballturnieren kam ordentlich Bewegung in die anfangs müden Knochen. Anderentags brach die Gruppe zu einer Bergwanderung auf – Ziel: die Heubergalmen. Zufällig traf man dabei auf einen Reporter von Bayern 1, der die Kinder und Jugendlichen interviewte. Bei der Lagler Hütte spielte ein Ziacherer die Amboss-Polka, und die jungen Burschen zeigten beim Platteln ihr Können. Der Reporter war so beeindruckt, dass daraus tatsächlich ein Radiobeitrag entstand. Pünktlich zum Mittagessen kehrte die Truppe euphorisiert zum Zeltplatz zurück. Am Nachmittag weckte die Lagerolympiade mit zahlreichen Spielen den Ehrgeiz der Gruppen, und jeder konnte seine Talente unter Beweis stellen. Ein besonderer Moment folgte am Freitag, als Pfarrer Richard Basta eigens aus dem Tal hinaufkam, um mit der Gruppe eine stimmungsvolle Bergmesse zu feiern – den rund 1,5-stündigen Fußmarsch nahm er dafür gerne in Kauf. Einen Höhepunkt des Zeltlagers stellten noch die von den Kindern einstudierten Theaterstücke dar, die sie am Nachmittag aufführen konnten. Am Abend sorgte eine Nachtwanderung mit Fackeln für Spannung und Nervenkitzel, bevor später der Tag am Lagerfeuer mit Gesang ausklang. Am Samstag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen und packen. Es galt, die Zelte abzubauen und den Zeltplatz zu säubern. Zum Dank für die erneute Nutzung des Geländes besuchte die Gruppe die Almbauern und verabschiedete sich mit einem selbst gedichteten Lied – eine schöne Geste der Wertschätzung. Krönender Abschluss, wie jedes Jahr, war dann der gemeinsame Schwimmbadbesuch in Nußdorf. Dort wurden die Kinder schließlich von ihren Eltern abgeholt – mit vielen neuen Erlebnissen, Liedern im Kopf und einem breiten Lächeln im Gesicht.
Zufrieden und stolz zugleich zeigte sich auch Trachtenvorstand Andreas Neichl, der das diesjährige Zeltlager als hervorragend bezeichnete. „Eigentlich hätten die Kinder gar keine Aufpasser benötigt“, lobte er die Jugendlichen. Nachdem so ein umfangreiches Zeltlager viele Helfer benötigt, dankte der Vorstand natürlich allen Ehrenamtlichen.
„Danke ans Küchenteam um Otto Häusler, Theresa Bartl und Traudl Keller, an Jugendleiterin Maria Weigl und Hartl Krichbaumer, Mareisn Maria für die Unterhaltung und natürlich auch an die Almbauern“, so Neichl. Auch der Zweite Vorstand, Harry Medl, half mit seinem Unimog fleißig beim Auf- und Abbau mit. Das Fazit dieses Teamworks: ein schönes und entspanntes Zeltlager.