Heufeld – Das Firmkreuz zwischen den Bäumen im Heufelder Pfarrgarten entstand in der Vorbereitung zur Firmung 2006. Kirchenmaler Josef Eichler, Firmgruppenleiter 2006 in Heufeld, stellte damals schnell fest, dass die Firmgruppe (ausschließlich Buben) mit meditativen oder geistigen Angeboten in den Firmstunden nicht so sehr zu motivieren war. Schnell wurde ihm bewusst, dass die Buben eine handwerkliche Aufgabe brauchen.
Ehemalige Firmlinge
sind bis heute stolz
Wie durch ein kleines Wunder wurde ihm genau in dieser Zeit ein kleines Grabkreuz vom Friedhof aus Schäftlarn zugetragen. Dieses Kreuz war die Grundlage für das Heufelder Firmkreuz. Josef Eichler und Hans Grabichler (Schreiner in Kirchdorf) haben zusammen mit den Firmlingen das Kreuz bearbeitet, es gehobelt, geschliffen und die Nische des Christus-Halbreliefs vergoldet. Die Firmlinge waren mit Eifer dabei und stolz, als sie es beim Dankgottesdienst nach der Firmung in den Kirchenraum trugen, wo es durch den damaligen Pfarrer Thomas Gruber geweiht wurde. Die Firma Süd-Chemie stiftete die Eisenbefestigung für das Kreuz, Josef Eichler das zur Entstehung des Firmkreuzes notwendige Material.
Die damaligen Firmlinge in Eichlers Gruppe sprechen ihn heute noch darauf an, dass es eine super Aktion war. Ein sichtbares Glaubenszeugnis von Jugendlichen.
15 Jahre später, mit dem Beginn der Aktion „Deutschland betet Rosenkranz“ 2021, wuchs der Wunsch der Rosenkranzbeterin Lissy Menz aus Heufeld, das Kreuz mit einem Muttergottes-Halbrelief zu erweitern und zu vollenden. Ende 2024 gelang dann die Umsetzung: Pfarrer Augustin Butacu und Kirchenpfleger Markus Zehetmaier des Pfarrverbandes Heufeld-Weihenlinden waren sofort einverstanden. Im Mai 2025 wurde Martin Landinger, Holzschnitzer aus Hohenthann, beauftragt, die Schnitzarbeiten zu übernehmen – und Josef Eichler aus Heufeld, Kirchenmaler und Erbauer des Kreuzes, die Malerarbeiten. Kürzlich war es dann soweit. Das „neue“ Firmkreuz wurde geweiht. „Es hätte keinen besseren Tag als den Festtag ‚Mariä Aufnahme in den Himmel‘ geben können, um das Firmkreuz, das mit einem Halbrelief einer Schmerzhaften Muttergottes ergänzt wurde, zu weihen“, so die Initiatorin Lissy Menz.
Kaplan Terance Kodiyan zelebrierte den festlichen Gottesdienst im Freien beim Firmkreuz. Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Heufelder Kirchenchor in voller Besetzung, geleitet von Markus Wallner. Am Ende wurden das Firmkreuz und die vielen Kräuterbüschel, die um das Firmkreuz lagen, geweiht.
Seit dem 8. Dezember 2021 gibt es die Aktion „Deutschland betet Rosenkranz“, an der bis zu 1000 Pfarreien in Deutschland teilnehmen. Jeden Mittwoch um 18 Uhr wird in Deutschland die ganze Welt der Gottesmutter anvertraut, um sie um Hilfe für alle Bürger und insbesondere für Frieden zu bitten. Das Besondere an dieser Aktion ist, dass nicht zu Hause oder in Kirchen gebetet wird, sondern als öffentliches Zeichen des Gebetes an jedem Ort, in allen Städten, Gemeinden und Dörfern Deutschlands. So auch am Firmkreuz in Heufeld.