Erfolgreich auf links gedreht

von Redaktion

Jahresversammlung des SV Bruckmühl – Positiver Rückblick auf Volksfest-Änderungen

Bruckmühl – Der SV Bruckmühl (SVB) kann gut positioniert in die Zukunft blicken. Die Wirtschaftssituation ist sicher und solide, dazu weist die Mitgliederentwicklung einen weiteren positiven Trend auf. Das Volksfest war wieder der überregionale Anziehungspunkt samt guten Umsatzzahlen. Auch gibt es viele sportliche Top-Ergebnisse und Erfolge zu feiern. Dazu geht die engagiert arbeitende Vorstandschaft mit einem großen Vertrauensbeweis personell fast unverändert in eine neue Legislaturperiode.

Dies sind die wesentlichen Kernbotschaften der jüngst abgehaltenen Jahresversammlung in der SVB Sportheim Gaststätte. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bernhard Gleissner folgte zuerst das Gedenken an die jüngst verstorbenen Mitglieder. Danach ließ der SVB-Vorsitzende das vergangene Vereinsjahr Revue passieren.

An vielen Schrauben
gedreht

So spiegelt sich die letztjährige, bundesweit schwierige Wirtschaftslage für viele Unternehmen, Betriebe und Firmen auch in den Umsatzzahlen beim Bruckmühler Volksfest 2024 wider, bei dem der SVB als Organisator, Koordinator und Festwirt verantwortlich zeichnet. „Unser Sportverein ist mit seinem vereinseigenen Areal aufgrund seiner Größe und allen damit verbundenen gesellschaftlichen, sportlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten ein mittelständisches Unternehmen. Wenn dann von den beiden Haupteinnahmequellen, den Mitgliedsbeiträgen und den Volksfest-Umsätzen, eine wegbricht und parallel dazu große Investitionsmaßnahmen im sechsstelligen Bereich wie die Tartanbahn-Sanierung zu schultern sind, kann das Boot schnell in Schieflage geraten“, machte Gleissner die angespannte Situation deutlich.

Um dem zeit- und zielgerichtet entgegenzuwirken, rückte nach seinen Aussagen das diesjährige Volksfest 2025 in den besonderen Fokus. „Also haben wir unser Volksfest in seiner Gesamtbewertung mit allen verbundenen wirtschaftlichen Faktoren aus den verschiedensten Blickwinkeln heraus einmal komplett auf links gedreht.“ Das Ergebnis: Das Festzelt-Kabarett der Fußballer mit Stefan Kröll war der perfekte Start. Mit der Schlossbrauerei Maxlrain und einem neuen Festzelt-Metzgerbetrieb wurden neue Teamplayer und Partner engagiert, der Vergnügungspark mit einem Riesenrad aufgewertet, die EC-Kartenzahlung im Festzelt-Büro eingeführt, dazu das Rahmenprogramm unter den Aspekten Brauchtum, Tradition und Sport aktiv belebt und die Öffentlichkeitsarbeit durch Social-Media-Aktivitäten intensiviert.

Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler war zudem die erstmalige Erstellung und Umsetzung eines detaillierten Sicherheitskonzeptes. „Mit Stand heute, ohne dass alle finalen Zahlen vorliegen, können wir feststellen, unsere Bemühungen und die initiierten Maßnahmen sind von Erfolg gekrönt“, zeigte sich der SVB-Chef sichtlich zufrieden, ergänzte dazu aber: „Wir müssen und werden auch künftig weiter an den unterschiedlichen Stellschrauben drehen, um die Attraktivität und Effektivität weiter zu steigern und dabei die Kostenstruktur genauestens im Blick behalten. Dabei gibt es keine Denkverbote. Alle Ideen und Vorschläge werden auf den Prüfstand gestellt.“

Ziel dieser wirtschaftlichen Strategie ist laut Gleissner vor allem auch wieder die Bildung von Rücklagen für anstehende Renovierungsmaßnahmen. In diesem Zusammenhang bezeichnete der SVB-Chef das vereinseigene Sportareal „als Fluch und Segen zugleich“.

Verbesserungen bei
den Hallenzeiten

Danach folgte sein „Ausblick 2025“ für die SVB-Vorstands- und Ausschussmannschaft. Ganz oben auf der Agenda steht neben der Fortführung des Verjüngungsprozesses in der Vorstandschaft vor allem auch die elementare Verbesserung bei den Hallenzeiten. „Hier fehlt es hinten und vorne“, stellte der SVB-Chef unmissverständlich klar.

Damit ist nach seinen Aussagen auch eng eine sportliche Angebotserweiterung für ältere Menschen verbunden. Großes Lob zollte er dem sportlichen Bereich. „Alle Sparten machen hier einen fantastischen Job, vom Jugend- bis hin zum Erwachsenenbereich. Sie machen sich viele Gedanken, wie sie ihre Sparten in die nächsten Jahre sportlich solide führen.“

Abschließend richtete er noch einen großen Dank an alle, die durch ihr vorbildhaftes und vor allem ehrenamtliches Engagement zu dem positiven Image des SVB in der Region beitragen. „Was hier geleistet wird, ist von unschätzbarem Wert.“

Danach übernahm der „Mann aller Finanzzahlen“ das Zepter. „Was gibt es Schöneres, als an seinem eigenen 31. Hochzeitstag das Zahlen-Tableau unseres SVB vorzutragen“, so Stefan Brence mit einem Augenzwinkern. Trotz der turbulenten zurückliegenden Monate ist der SVB laut dem Schatzmeister auf dem finanziellen Sektor gut und sicher aufgestellt. „Wir müssen aber auch künftig eine fundierte und dezidierte Analyse unserer gesamten Einnahmen- und Ausgabensituation vornehmen.“

Schriftführerin Miriam Beslmüller gab einen Zahlen-Daten-Fakten-Überblick über die Mitgliederstruktur. In der Gesamtbetrachtung ist mit 5,5 Prozent plus ein erfreulicher Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. In allen Altersstrukturen zeigt die Kurve leicht nach oben. Insgesamt gehören derzeit 2402 Mitglieder dem Verein an. Der größte Zuwachs ist dabei mit 10,1 Prozent bei den Kindern und mit 9,7 Prozent bei den Jugendlichen zu verzeichnen.

Die Fußballer führen das interne Mitglieder-Ranking mit 655 an. Auf Platz zwei folgen die Turner mit 488 vor den Handballern auf dem Bronze-Rang mit 383. Der Altersdurchschnitt der „Mitglieder-Mannschaft“ beträgt 31,7 Jahre, die Vereinszugehörigkeit liegt im Durchschnitt bei stolzen 14,4 Jahren und mit 42 Prozent Mädchen und Damen sowie 58 Buben und Herren hat der SVB eine homogene Geschlechterstruktur.

400 Masskrüge
sind verschwunden

Erfreulich ist laut der Schriftführerin auch der Fortschritt bei der Digitalisierung „VereinOnline“. Von 2402 Mitgliedern sind 1896 E-Mail-Adressen hinterlegt, was einem Prozentsatz von 78,9 entspricht. Wiesn-Bürgermeister Rene Blazek zog mit nach oben zeigenden Daumen ein positives Volksfest-Fazit. So hat die diesjährige „Fünfte Bruckmühler Jahreszeit“ den Negativtrend von 2024 nicht nur gestoppt, sondern auch mit einem guten Umsatzzahlen-Plus abgeschlossen. Auch war der Festzeltauf- und -abbau mit Unterstützung der Beyhartinger Burschen und aller SVB-Sparten, teils im Zweischicht-Betrieb, top.

Einziger Wermutstropfen ist das Abhandenkommen von über 400 Masskrügen. „Unser SVB-Team hat wieder einmal mit einer perfekten Mannschaftsleistung überzeugt und geglänzt“, so der Volksfest-Chef.

Pressereferent Torsten Neuwirth legte den Fokus auf die Außenwahrnehmung des Sportvereins. Sein Resümee: „Der SVB genießt auf allen Ebenen, gerade auch bei den Medien, eine hohe Wertschätzung und Anerkennung für sein Engagement auf dem sportlichen, sozialen und gesellschaftlichen Parkett.“ Über die Neuwahlen der SVB-Vorstandschaft und die Ergebnisse aus dem sportlichen Sektor der neun Sparten wird gesondert berichtet.

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