Bad Aibling – Der rund 1,5 Hektar große Kurpark, insgesamt etwa 60000 Quadratmeter Blühwiesen und rund 43000 Quadratmeter Spielplatz-Fläche: Nur drei größere von vielen innerstädtischen Einsatzgebieten, in denen beim Bauhof angesiedeltes Fachpersonal dafür sorgt, dass sich die Anlagen das ganze Jahr über in einem gepflegten Zustand befinden. Insgesamt 24 gelernte Gärtner und Hilfskräfte stehen Stadtgärtnermeister Andreas Arnold, der an der Spitze des Teams steht und auch stellvertretender Leiter des Bauhofs ist, zur Bewältigung der Aufgabenfülle zur Verfügung.
Sie sorgen auch dafür, dass auf den öffentlichen Flächen in Bad Aibling die Blumenpracht nicht zu kurz kommt und von den rund 5100 Bäumen, die in den Zuständigkeitsbereich des Bauhofs fallen, keine Gefahr ausgeht. „Die prüfen wir regelmäßig auf Krankheitsbefall und ihre Standfestigkeit. Wenn die Sicherheit beeinträchtigt ist, ist schnelles Handeln angesagt“, weiß Arnold.
„Überraschung“ bei
der Rabatt-Gestaltung
Für die Baumpflege benötigt der Bauhof zusätzlich externe Hilfe. Etwa 45000 Euro pro Jahr betragen die Kosten alleine hierfür. Weitere 8000 bis 10000 Euro kommen an Kosten für Baumgutachten hinzu, die unter anderem dann in Auftrag gegeben werden, wenn sich die Frage stellt, ob der wünschenswerte Erhalt eines Stammes mit den Aspekten der Sicherheit vereinbar ist.
Im Durchschnitt pflanzt der Bauhof pro Jahr zwischen 40 und 50 neue Bäume, was mit Kosten von circa 17500 Euro zu Buche schlägt. Weitere 6000 Euro verschlingen die rund 200 Sträucher, die jedes Jahr gekauft werden. Hinzu kommen ungefähr 10000 Euro für 18000 bis 20000 Blumenzwiebeln, die jährlich in der Stadt benötigt werden. Bei diesen Zahlenangaben seien natürlich die Arbeitskosten nicht berücksichtigt, so Arnold.
„Wir wollen, dass die Stadt blüht. Von Einheimischen und Gästen bekommen wir immer wieder positive Rückmeldungen für das einladende Bild, das unsere Grünanlagen abgeben. Da freue ich mich mit meinem gesamten Team natürlich sehr darüber“, räumt Arnold freimütig ein. Seinen Mitarbeitern spricht er ein großes Kompliment aus. „Die sind sehr engagiert und leisten hervorragende Arbeit“, sagt er.
Apollonia Füß (32) und Christoph Schwarz (46) gehören zur Schar derjenigen, die der Stadt in Sachen Bepflanzung ein freundliches Gesicht verleihen. In der Regel sind sie im Team unterwegs, zu dem noch Alexander Schmid gehört, der sich derzeit im Urlaub befindet. Das Aufgabengebiet des Trios ist vielfältig. „Bepflanzungen, Mäharbeiten, Heckenschnitt und noch einiges mehr, das gehört alles dazu“, sagt Füß.
„Unser Tag beginnt im Regelfall um 7 Uhr in der Früh. Egal, wie das Wetter ist“, berichtet Christoph Schwarz. „Das Schneiden der Sträucher gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen“, gesteht der 46-Jährige. „Wir haben eine abwechslungsreiche Tätigkeit, die uns täglich neu fordert. Ich mache eigentlich alles gerne, auch wenn mir Bepflanzungen am meisten Spaß machen“, verrät Apollonia Füß ihre bevorzugte Tätigkeit.
Sie und ihr Kollege legen beispielsweise regelmäßig das schöne Blumenbeet an, das sich unterhalb des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes in der Kirchzeile befindet. „Das macht mir besonders viel Freude“, sagt die Bauhof-Mitarbeitern. „Die bunte Vielfalt und die Kreativität, die das Beet auszeichnet, freut mich jedes Jahr neu. Im Frühjahr bin ich immer ganz gespannt, wie die Anlage heuer aussieht“, sagt eine 62-jährige Bad Aiblingerin. Sie ist beileibe nicht die Einzige, die diese Grünanlage neben der Blumenpracht im Kurpark als „besonders gelungen“ ansieht.
„Das hören wir von vielen Leuten“, bestätigt Andreas Arnold und fügt hinzu, dass sich Füß und Schwarz für die Gestaltung der Rabatte im kommenden Jahr bereits jetzt „eine besondere Überraschung“ ausgedacht haben. Mehr verrät er allerdings nicht. Die beiden Mitarbeiter des Stadtgärtnermeisters schätzen neben dem guten Klima im Team an ihrem Chef vor allem eine Eigenschaft besonders. „Er lässt uns bei der Bepflanzung viel Gestaltungsfreiheit. Dass wir so selbstständig arbeiten können, ist sehr schön für uns“, so Füß.