Warten auf den Steinmetz-Appell

von Redaktion

Wildwuchs auf dem Friedhof bleibt ein Problem

Bad Aibling – Die Steinmetzbetriebe, die auf dem Aiblinger Friedhof tätig sind, spielen im neuen Konzept der Stadt zur Bekämpfung des Unkrauts auf dem Gottesacker eine große Rolle. Der Wildwuchs sorgt immer wieder für erheblichen Ärger bei den Grabbesitzern. Als Problemflächen erweisen sich vor allem auch die Areale von aufgelassenen Gräbern. Hier wuchert das Unkraut in der Regel besonders stark.

Um auf diesen Flächen wirksam gegensteuern zu können, hat Bauhofleiter Sepp Feuersinger bereits vor rund zwei Monaten konkrete Wünsche an die Betriebe formuliert. Er verspricht sich eine erhebliche Verringerung des Übels, wenn die Steinmetze bei der Auflassung von Gräbern ein paar wesentliche Grundregeln beachten.

„Wenn bei solchen Anlässen die ersten 20 Zentimeter Humus entfernt werden und auf die Fläche anschließend eine Kalkschicht aufgetragen wird, auf die zusätzlich Splitt kommt, würde uns das sehr helfen“, sagt der Bauhofleiter. „Dann kommt an diesen Stellen erst gar kein Unkraut mehr durch“, ist er überzeugt.

Friedhofsverwaltung
kündigt Schreiben an

Damit diese Vorgehensweise gängige Praxis auf dem Aiblinger Friedhof wird, sprach Feuersinger davon, dass demnächst ein Schreiben der Friedhofsverwaltung rausgehe, das die Steinmetzbetriebe über ein solches Maßnahmenbündel informiere.

Bis jetzt ist diesbezüglich bei der Stadtverwaltung allerdings noch nichts in die Wege geleitet worden. „Es ist bisher kein entsprechendes Schreiben rausgegangen. Auch der Zeitpunkt, wann dies geschehen soll, ist derzeit nicht bekannt“, sagte Pressesprecherin Franziska Vogl von der Stadt Bad Aibling auf OVB-Anfrage.

Weiter regelmäßig im Einsatz ist jedoch neben den Friedhofsgärtnern die seit heuer tätige Fremdfirma aus Kolbermoor, die dem Unkraut unter anderem mit einer Handfräse zu Leibe rückt. Noch bis einschließlich Oktober ist sie viermal pro Monat auf dem Friedhof tätig. Für heuer rechnet Feuersinger nur mit „punktuellen Verbesserungen“, für kommendes Jahr verspricht er den Grabbesitzern allerdings deutlich sichtbare Verbesserungen.

Auch bei Bürgermeister Stephan Schlier steht der Erfolg der Unkrautbekämpfung weiter ganz oben auf der Agenda. „Wir werden so lange weitermachen, bis wir die beste Lösung gefunden haben“, versicherte das Stadtoberhaupt erst kürzlich. Norbert Kotter

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