Irschenberg – Landtagspräsidentin Ilse Aigner besuchte kürzlich das Caritas Kinderdorf Irschenberg, um dort ukrainische Kinder zu treffen, die im Rahmen einer Ferienaktion in Bayern weilten. Bewegt von den Eindrücken ihrer Ukraine-Reise im Juni 2025, bei der sie die schwierige Lage der Kinder unter dem russischen Bombenterror erlebte, initiierte Aigner diesen Aufenthalt.
Versprechen aus
Kiew eingelöst
„Die Eindrücke meiner Reise nach Kiew und Butscha haben sich mir tief eingebrannt“, erklärte Aigner. „Schon vor Ort habe ich versprochen, Kindern zumindest einige unbeschwerte Ferientage in Bayern zu ermöglichen. Es freut mich sehr, dass wir das jetzt gemeinsam mit dem Caritas Kinderdorf Irschenberg und der Benefizaktion Sternstunden möglich machen konnten.“ Aigner, die seit 2010 als Vorsitzende den Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg unterstützt, betonte während ihres Besuchs: „Als ich vor einigen Wochen in der Ukraine war, habe ich die bedrückende Lage der Menschen unter dem andauernden russischen Angriffskrieg hautnah erlebt. Besonders das Schicksal der Kinder, die inmitten von Angst und Unsicherheit aufwachsen müssen, hat mich tief bewegt“, sagte sie. „Schon damals habe ich den Entschluss gefasst, einigen von ihnen eine unbeschwerte Zeit in Bayern zu ermöglichen. Mir ist bewusst, dass wir damit das Leid der Menschen nicht wirklich lindern können – aber für diese Kinder kann es ein kleiner Lichtblick sein, ein Moment der Freude und Geborgenheit. Mein herzlicher Dank gilt dem Kinderdorf für seine Gastfreundschaft sowie der Aktion Sternstunden und dem Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg, die mit ihren finanziellen Zuwendungen diesen Aufenthalt ermöglicht haben.“
Pia Klapos, die Leiterin des Kinderdorfes Irschenberg, hob die Bedeutung der interkulturellen Begegnung hervor: „Die gemeinsame Begegnung, der interkulturelle Dialog, Begegnung auf Augenhöhe, Respekt und gegenseitige Wertschätzung sind wichtige Werte, die wir der jungen Generation vorleben sollten, um die Welt in Zukunft ein bisschen besser gestalten zu können.“ Sie stellte Aigner das Programm der Ferienzeit vor, das Sport, Freizeitaktivitäten, Ausflüge, gemeinsames Grillen und das Kennenlernen bayerischer Traditionen umfasst.
Bei dem Besuch wurde auch die Situation in der Ukraine thematisiert, wobei Aigner ihre persönlichen Eindrücke schilderte. Anwesend waren zudem Gabriele Erhart und Babett Theile-Ochel von der Benefizaktion Sternstunden, Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising, sowie der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Irschenberg, Marinus Eyrainer.
Hilfe in schwierigen
Situationen
Auf Aigners Initiative hin stellten die Sternstunden und der Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg finanzielle Mittel bereit, um die Ferienzeit der ukrainischen Kinder zu ermöglichen. Das Caritas Kinderdorf Irschenberg, das seit mehr als 50 Jahren besteht, bietet Kindern in Not ein Zuhause und unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenslagen. Neben den Kinderdorf-Familien werden umfangreiche pädagogische und schulische Hilfsprogramme für Kinder, Jugendliche und deren Familien in der Region angeboten.