Bad Aibling – Der Springbrunnen am Ludwigskreisel in Bad Aibling, der wegen mehrerer technischer Defekte seit einiger Zeit außer Betrieb ist, soll mit seinen meterhohen Fontänen im nächsten Jahr wieder Einheimische und Gäste gleichermaßen erfreuen. Trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt gab der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit 9:2 Stimmen grünes Licht für die erforderlichen Reparaturarbeiten.
Deren Gesamtkosten werden nach Auskunft von Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) auf knapp 25000 Euro geschätzt. Rund 16300 Euro soll die Instandsetzung des defekten Wasseraufbereitungssystems kosten, die Reparatur der Schaltanlage schlägt mit weiteren 5000 Euro zu Buche. Etwa 3500 Euro muss die Stadt für die nach den Arbeiten anstehenden sicherheitstechnischen Überprüfungen berappen.
Wasserspiele erst wieder im Frühjahr
Der Bürgermeister freut sich über den Beschluss, den nur Anita Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen) und Florian Weber (Bayernpartei) nicht mittragen wollten. Die Verwaltung sah in ihrer Stellungnahme eine „positive Beeinflussung des Stadtklimas“ durch den Brunnen gegeben, da bei hohen Außentemperaturen in dessen Nahbereich eine Abkühlung erfolge. Der Bürgermeister geht davon aus, dass die erforderlichen Maßnahmen zum „nächstmöglichen Zeitpunkt“ ausgeführt werden, rechnet aber damit, dass die Wasserspiele erst wieder ab Frühjahr kommenden Jahres Gäste und Einheimische gleichermaßen erfreuen.
Von der Instandsetzung des Brunnens, für dessen Errichtung die Stadt etwa 600000 Euro in die Hand nehmen musste und dessen erster Probelauf am 17. November 2004 stattfand, verspricht sich der Rathauschef auch in finanzieller Hinsicht einen positiven Effekt. „Dank der neuen Technik werden die Betriebskosten deutlich runtergehen“, ist er überzeugt.
Nach Angaben der Stadt kostete der Stromverbrauch der Anlage in Jahr 2023 insgesamt 12800 Euro, für Wasser und Abwasser fielen Kosten in Höhe von 4174 Euro an. Hinzu kamen Wartungskosten in Höhe von 700 Euro.
„Für das Stadtbild einfach wichtig“
„Der Brunnen ist für das Stadtbild einfach wichtig. In den gut 20 Jahren, in denen er schon in Betrieb ist, haben wir eigentlich bisher keine größeren Schäden zu beklagen gehabt“, erinnert sich der Bürgermeister. Als ärgerlich bezeichnet er allerdings noch heute die Kosten, die vor allem in der Anfangsphase des Betriebs angefallen sind, weil das Objekt nicht nur einmal Ziel von Vandalen war. Einst schütteten Unbekannte sogar Waschmittel in das Wasser, sodass dieses zu schäumen begann. Auch die Sprühdüsen wurden verbogen. „Zum Glück hat dieser Unfug aufgehört“, sagt Schlier.
Nachdem das Geld für die Reparatur bereits im Haushalt für 2025 eingestellt ist, wäre rein formal zur Auftragsvergabe laut Bürgermeister gar kein Beschluss des Ausschusses erforderlich gewesen. „Aus Gründen der Transparenz war es mir jedoch wichtig, dass sich das Gremium damit befasst“, so Schlier.