Tuntenhausen – Wie es um den Haushalt steht, erfuhren die Gemeinderäte aus Tuntenhausen in der jüngsten Ratssitzung. „Unspektakulär mit vertretbaren Abweichungen“ war das Fazit des Kämmerers Andreas Marx. Er gab den Räten einen kurzen Überblick, wie sich der Haushalt in diesem Jahr bislang entwickelte.
„Im Vergleich zu den Vorjahren stellt sich der Verwaltungshaushalt nicht ganz so positiv dar“, beschrieb er die aktuelle Sachlage. Nach seinen Worten ist der Zwischenstand bei der Gewerbesteuer mit rund 4,6 Millionen Euro gut, aber leider weit vom Vorjahr mit rund sieben Millionen Euro entfernt.
Bürgermeister Weigl
zeigt sich zufrieden
„Das konnte man bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage aber auch nicht erwarten“, schob Marx nach. Auch die Beteiligung an der Einkommensteuer wird nur einen minimalen Zuwachs ausweisen, genau 100000 Euro und somit rund sechs Millionen Euro. Auf der Ausgabenseite sticht, wie schon in den vergangenen Jahren, die Betriebskostenförderung für die Kindertagesstätten mit einem Zuwachs von 300000 Euro heraus (insgesamt somit 3,21 Millionen Euro). Dieser Posten wächst jährlich und ist eine von der Gemeinde nicht zu beeinflussenden Belastung für den Haushalt.
Die Veränderungen im Verwaltungshaushalt halten sich per Saldo mit Mehrausgaben von 640000 Euro und Mehreinnahmen von 620000 Euro fast die Waage. Der Vermögenshaushalt entwickelt sich ebenfalls einigermaßen planmäßig, allerdings konnten hier einige geplante Investitionen nicht ausgeführt werden (OGTS Schönau, Ausbau Bahnweg, Hallen für Bauhof). Abweichungen im Vermögenshaushalt gibt es kaum.
Insgesamt entwickelt sich der Haushalt 2025 unspektakulär mit vertretbaren Abweichungen, zog Marx sein Resümee. Wenn die Haushaltslage bis zum Jahresende so stabil bleiben sollte, ist die Gemeinde zwar weit von den sehr guten Vorjahren entfernt, kann jedoch immer noch zufrieden sein, so der Kämmerer. Erfreulich sei, dass die Rücklagen der Gemeinde, so wie es derzeit aussieht, nicht mehr als geplant reduziert werden müssen.
„Die Ansätze zu erreichen, ist schon einmal sehr gut“, konstatierte Bürgermeister Georg Weigl sichtlich zufrieden. Das sahen auch die Gemeinderäte so. Einstimmig nahm das Gremium dann vom Zwischenbericht zum Haushalt 2025 Kenntnis. Die dort genannten Überschreitungen wurden genehmigt. ws