Bruckmühl – 10298 begeisterte Handball-Fans verwandelten vor Kurzem den ausverkauften SAP Garden München beim Handball-Super Cup 2025 in ein Tollhaus. Mittendrin 16 Handball-Minis und D-Jugendspieler des SV Bruckmühl (SVB). Bei einem unvergesslichen Erlebnis liefen die SVB-Handball-Kids in einer Wahnsinns-Atmosphäre, begleitet von frenetischen Jubelrufen der Fans, bei der Herren-Begegnung zwischen dem aktuellen DHB-Pokalsieger THW Kiel und den amtierenden deutschen Handballmeister Füchse Berlin Hand in Hand mit den Weltklasse-Profis auf das Münchener Hallenparkett.
Die großen
Stars zum Anfassen
Für alle Beteiligten des SVB war dies „ein Erlebnis für die Ewigkeit“. Über ein vom Deutschen Handball Bund (DHB) ausgeschriebenes Bewerbungsprozedere haben die SVBler das große Teilnahme-Los „Einlaufkinder mit den Männern von Füchse Berlin“ gezogen.
„Als die Nachricht am PC aufploppte, stiegen sofort die Jubelraketen in den Himmel“, blicken die Trainerinnen Alexandra Zinner und Tanja Mertes immer noch mit Puls auf den Tag der guten Nachricht zurück.
Am großen Tag machten sich die Nachwuchs-Handballer mit ihrem Trainer- und Betreuerteam sowie mit gut 30 Familienangehörigen und Freunden in einem Großraumbus auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt. Am SAP Garden angekommen, wurden sie bereits am Eingangstor erwartet. Nachdem die eigens reservierte Kabine in den Katakomben der Arena in bezogen war, ging es Schlag auf Schlag: Zuerst gab es eine Verköstigung mit diversen Leckereien. Nachdem die speziellen blauen Einlauf-Trikots des DHB angezogen waren, folgte der Gang in die SAP Garden Arena.
Mit weit aufgerissenen Augen und offenen Mündern standen die Kinder „total geplättet“ mit viel Gänsehaut in der noch leeren XXL-Sporthalle. „Cool, echt Hammer, das ist ja Wahnsinn, das glaub ich nicht, bist du verrückt“, war da zu hören.
Als die erste große „Schnappatmung“ abgelegt war, wurde durch das DHB-Event-Team auf einfühlsame Art die Einlauf-Prozedur taktgenau besprochen und geprobt. „Ihr werdet sehen, das macht riesigen Spaß, ihr braucht echt keine Angst haben, das wird cool.“
Nachdem sich im Laufe der Zeit der SAP Garden bis auf den letzten Platz gefüllt hatte, wurde am späten Nachmittag der erste Sport-Höhepunkt angepfiffen. Das spannende Frauen-Supercup-Spiel zwischen dem Thüringer HC und der HSG Blomberg-Lippe konnte der SVB-Nachwuchs mit seinem Begleiter-Team von eigens reservierten Sitzplätzen aus verfolgen.
Kurz nach 17 Uhr folgte dann der „Final Countdown“. Das Aufwärmen der beiden Mannschaften verfolgten die kleinen Bruckmühler vom Platz hinter der Werbebande – quasi zum Anfassen – aus der direkten Torwartperspektive. Nervosität, Aufregung und Anspannung erreichten bei der finalen Aufstellung im Spielertunnel zehn Minuten vor dem Anpfiff dann spürbar Höchstwerte.
Punkt 18 Uhr ging es dann mit der TV-Live-Schalte los. Im grellen und bunten Scheinwerferkegel liefen die SVBler mit ihren großen Handball-Idolen Hand in Hand zu lauten und fetzigen Musikrhythmen, Feuerwerksfontänen und frenetischen Anfeuerungsgesängen der über 10000 Fans auf das Hallen-Parkett.
„Das vergisst du in deinem Leben nie mehr“, zeigte sich Begleiterin Pezi Herwegh auch Tage später noch tief beeindruckt. Erst nach dem Mannschaftsabklatschen verabschiedeten sich die Handballer der Berliner Füchse in der Hallenmitte von ihrer jungen Begleiter-Crew mit einem dankenden Augenzwinkern oder „Daumen hoch“.
Spektakel mit Siebenmeterschießen
Das folgende Supercup-Spiel war dann nichts für schwache Nerven. Die beiden deutschen Top-Teams boten mit Emotionen, Dramatik und Hochspannung Handball auf Weltklasseniveau. Letztlich konnten die Berliner Füche nach einem Siebenmeterwerfen und ihrem 34:33-Sieg den Siegerpokal in Händen halten.
Nach dem Schlusspfiff holten sich die jungen SVBler dann noch diverse Autogramme ihrer großen Sport-Idole samt einem ausgedehnten Selfie-Fotoshooting. Das Fazit aller Beteiligten war bei der Rückfahrt um 21.10 Uhr einhellig: Was für ein irrer Tag, was für ein Sportevent, was für Eindrücke. Einfach nur der pure Wahnsinn! Wahrscheinlich dauert es ein paar Tage, bis man das alles richtig realisieren kann.