Bruckmühl – Grundloser Vandalismus sorgt immer wieder für Aufsehen – auch in der Region. Nun hält derzeit ein Fall Bruckmühl in Atem, bei dem die Zerstörungswut sogar ein Risiko für die Verkehrssicherheit darstellt. Wie die Marktgemeinde mitteilt, haben Unbekannte „vorsätzlich, da mit einem Dreikant-Imbusschlüssel im Einsatz“, elf Straßenlaternen am Geh- und Radlweg entlang der Bahn vom Wimmerweg über die Schrebergärten bis zur Rösnerstraße beschädigt.
Gemeinde will keine Toleranz zulassen
Den Angaben zufolge wurde dabei die Abdeckung der Laternen entfernt und die Sicherungseinheiten daraus gestohlen.
Abgesehen von dem Diebstahl, der mit Wiedereinbau einen Schaden von mehreren Hundert Euro ausmache, seien die Straßenlaternen nicht mehr einsatzbereit, so die Marktgemeinde. „Dies stellt aufgrund der Dunkelheit auf diesem langen Stück eine Gefährdung für Radfahrer und Fußgänger dar“, heißt es. Dies betreffe nach Schätzungen der Gemeinde eine Passage von rund 500 Metern. Zudem liegen Stromkabel im Masten offen, was eine „massive Gefährdung“ darstelle. „Das ist kein Streich, sondern ein ernster Eingriff in die Verkehrssicherheit“, betont deshalb Pressesprecherin Silvia Mischi.
Man wolle sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn jemand in die offenen Leitungen greife und sich dabei schwer verletzen würde, betont Mischi gegenüber dem OVB. Die Tat wurde – gemäß der „Null-Toleranz-Philosophie des Markts Bruckmühl“ bei entsprechender Sachbeschädigungen – bei der Polizeiinspektion Bad Aibling zur Anzeige gebracht.
Der genaue Zeitraum der Tat lasse sich aktuell nicht darstellen. Klar ist: Vor zwei Wochen sei laut einer Bürgermeldung die erste Laterne ausgefallen. „Als wir davon erfahren haben, wurden wir sofort tätig.“ Laut Mischi ist Bayernwerk als Dienstleister informiert und setzt die Laternen so rasch wie möglich wieder instand. Derzeit lägen noch keine Erkenntnisse dazu vor, wer für den Schaden verantwortlich sein könnte. Hinweise hierzu oder Beobachtungen von Vandalismus können bei der Polizei in Bad Aibling, Telefon 08061/90730, gemeldet werden.
Nicht der erste
Fall von Vandalismus
In Bruckmühl hatte es in der Vergangenheit schon häufiger aufsehenerregende Vandalismus-Vorfälle gegeben, die letztlich meist nicht aufgeklärt werden konnten. Immer wieder traf es in den vergangenen Jahren dabei etwa Bruckmühls Kulturmühle. Dort gab es schon mehrere Anzeigen gegen Unbekannt wegen Hausfriedensbruch, Vandalismus oder beispielsweise massiver Beschädigung der Toilettenanlagen.
Erst Ende vergangenen Jahres drangen unbekannte Täter während einer Veranstaltung in die Kulturmühle ein und tobten sich nach Angaben der Marktgemeinde in der Damen- und Herrentoilette aus, indem sie mehrere Toiletten sowie Waschbecken mit Tabak und Papier verstopften. Dies sei so massiv gewesen, dass letztlich die Haupt-Abwasserleitung dichtgemacht hätte und diese nicht mehr arbeiten konnte.