„Kein zweites Neuperlach-Ost“

von Redaktion

Bayernpartei stellt Florian Weber als Bürgermeisterkandidaten auf

Bad Aibling – Der Ortsverband der Bayernpartei Bad Aibling und die Aiblinger Liste haben gemeinsam einen eigenen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2026 nominiert: Einstimmig fiel die Wahl auf den aktuellen Stadtrat Florian Weber.

Auf der Versammlung im Aiblinger Ratskeller begrüßte Ortsvorsitzender Florian Berghofer die Anwesenden, darunter Helmut Freund vom Kreisvorstand und Generalsekretär Robert Böhnlein. Bei dem Treffen wurde schnell deutlich, warum die nicht organisierte Aiblinger Liste und die Bayernpartei einen gemeinsamen Wahlvorschlag vorlegten und dabei Florian Weber nominierten, der seit zwölf Jahren Mitglied des Stadtrates ist.

Politikwechsel in Zeiten hoher Schulden

Besonders die Bürger, welche nicht Mitglied in der Bayernpartei sind, begründeten ihren Schritt, als Aiblinger Liste mit der Bayernpartei zu kandidieren, wie folgt: Konsequent wird seit Jahren im Aiblinger Stadtrat eine Finanzpolitik betrieben, über alle Fraktionen hinweg, die trotz massiver Mahnungen der Bayernpartei, aber auch des Landratsamtes Rosenheim, zu unmäßigen Schulden führte.

„Allein die Bayernpartei hätte auf diese verfehlte Politik und ihre Folgen, wie Steuer- und Abgabenerhöhungen, hingewiesen“, betonte Weber. Gleichzeitig teilt man die Haltung der Bayernpartei zu vielen Bauprojekten im Ort. So brauche es beispielsweise eine regional verträgliche Bauweise und keine einfallslosen Schuhkartenbauten. Deshalb gibt es eine fast hundertprozentige Übereinstimmung bei den wichtigsten kommunalpolitischen Herausforderungen. Folglich liege die Kandidatur mit einem gemeinsamen Kandidaten nahe.

Als einen Schritt in die Zukunft bezeichnete auch Robert Böhnlein die anstehende Kandidatur eines Bürgermeisterkandidaten. Die Gemeinsamkeit mit der Aiblinger Liste sah er als Zeichen der Einheit für ein Engagement zugunsten der Aiblinger Bürger. „Wir möchten Aibling eine starke Stimme verleihen“, betonte er.

Weber, 1963 geboren, stellte sich dann kurz vor: Seit zwölf Jahren ist er im Stadtrat, ist im Bau- und im Hauptausschuss aktiv und darüber hinaus auch Referent für Inklusion. Auch in vielen Aiblinger Vereinen ist Weber engagiert. Schnell ging dann die Wahl über die Bühne, bei der Weber einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde. In seiner engagierten Bewerbungsrede hatte er schon darauf hingewiesen, dass es für Aibling dringend einen Politikwechsel geben müsse, um noch schlimmere Belastungen wie Steuererhöhungen abzuwenden und eine wieder handlungsfähige Kommune zu erreichen.

„Ich habe mir die Kandidatur nicht leicht gemacht, aber in der schwierigen Lage, in der sich Bad Aibling befindet, braucht es einen erfahrenen und neuen Kandidaten, der die falsche Politik der überwältigenden Mehrheit im Stadtrat nicht mitgetragen hat“, erklärte Weber. In seiner Vorausschau wies er darauf hin, dass im Spätherbst auch ein gemeinsamer Wahlvorschlag für die Stadtratswahlen aufgestellt wird. Hierzu können sich noch interessierte Bürger melden.

„Wir müssen die Schulden begrenzen, indem wir bei Großprojekten wie Feuerwehrhaus und Klärwerk einen einfachen Standard wählen“, sagte Weber. Dabei erinnerte er an das Fiasko bei der St.-Georg-Schule. „Diese Fehler dürfen sich nicht wiederholen.“ Ohnehin sei die aktuelle Schuldenlast nach seinen Worten „unsäglich“ hoch, viel höher als bei vergleichbaren Kommunen Bayerns. Zweitens forderte er eine regional verträgliche Bauweise in Bad Aibling. Als Negativbeispiele nannte er die Bauten in der Ellmosener Wies, am Kellerberg und in Harthausen Ost. „Aibling darf kein neues Neuperlach-Ost werden“, warnte der Bürgermeisterkandidat.

Berghofer
gegen Flachdächer

Als Drittes forderte er die Stärkung der Infrastruktur, bei der man auf einen funktionalen Standard achten muss und bezahlbaren Wohnraum schafft. „Ich bin der festen Überzeugung, dass es so nicht weitergeht“ schloss Florian Weber. Der Beifall der Anwesenden war ihm sicher. Florian Berghofer prangerte in seinem Schlusswort noch die untypischen Flachdachkonstruktionen, die nicht zum Bild einer idyllischen Kurstadt passen, an und forderte eine Beendigung des Verkehrschaos in Bad Aibling. „Wir müssen die Infrastruktur ertüchtigen“, betonte er.

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