Götting – Nach wochenlangem Proben feierte die Theatergruppe des Trachtenvereins „Eichenlaub Stamm“ Götting kürzlich ihre rundum gelungene Premiere des diesjährigen Stücks „Club der Pantoffelhelden“, eine Komödie in drei Akten von Hans Schimmel, in der Mehrzweckhalle Götting. Mit kräftigem Applaus und jeder Menge Lacher belohnt, überzeugte das in allen Rollen typengerecht besetzte und spielfreudige Ensemble sein Publikum mit pointiertem Humor und scharfer Alltagsbeobachtung und bot ausnahmslos eine überzeugende Leistung.
Wege aus der
Unterdrückung
Das Stück nimmt mit feinem Witz gängige Rollenklischees aufs Korn und setzt sich mit den Tücken des Ehelebens auseinander. Willi (Hubert Weber) und seine Freunde Rico (Rico Willkommen feiert mit dieser Rolle sein grandioses Theaterdebüt) und Peter (Marinus Aigner) sind zwar im Berufsleben gestandene Männer, ihren Frauen Ella (Pia Seifert), Babsi (Michaela Weiß) und Susi (Antonia Aigner) haben sie allerdings relativ wenig entgegenzusetzen. Sie stehen gewaltig unter deren Pantoffel, gehen brav zur Arbeit und erledigen nebenbei auch noch die gesamte Hausarbeit, sodass ihre Angetrauten ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen können: Kaffeetrinken, Ratschen und ihre Männer erziehen.
Kein Wunder, dass die drei da auch mal eine Abwechslung brauchen. Diese finden die Pantoffelhelden durch heimliche Nachtclub-Besuche, bei denen die Barfrau Carmen (Petra Bichler) sich ihrer besonders annimmt. Als diese plötzlich bei Willi zu Hause auftaucht und für ein paar Tage bei ihm einziehen möchte, kommt er gewaltig in die Bredouille – hat er ihr doch verschwiegen, dass er verheiratet ist.
Zum gleichen Zeitpunkt hat sich Willis Neffe Ritschie (ein weiteres sehr erfolgreiches Theaterdebüt von Bernhard Kaffl) vorgenommen, seinen Onkel und dessen Freunde aus ihrem Joch der Unterdrückung zu befreien und dafür ein Trainingsprogramm ausgearbeitet – das helfen soll, den Ehefrauen die Stirn zu bieten. Und das alles unter den gestrengen Augen der neugierigen und trinkfesten Hausmeisterin (Claudia Reichert), die ständig auftaucht und ihren Senf dazugibt. Ob Ritschies Plan am Ende aufgeht, sei an dieser Stelle nicht verraten. Wer das Stück sehen möchte, hat zu folgenden Terminen die Gelegenheit dazu: Donnerstag, 25. September, 20 Uhr. Freitag, 26. September, 20 Uhr. Samstag, 27. September, 14 und 20 Uhr. Kartenreservierungen über Claudia Reichert unter der Telefonnummer 0175/8758167 oder unter E-Mail theater_goetting@ gmx.de.