Bruckmühl – Abschlussturnier beim ESC Waldheim – im wahrsten Sinne des Wortes: Das Zielschießen zum Saisonende war zugleich das letzte Stockturnier auf Waldheimer Boden. Das Abschlussturnier, ein Zielschießen nach den alten Regeln „Latte-Stock-Ring“, ist traditionell das letzte und bei den Mitgliedern beliebteste Vereinsturnier des Jahres und läutete immer das Saisonende ein. Doch dieses Jahr bedeutet das Turnier nicht nur Saisonende, sondern zugleich auch das Ende von 56 Jahren Stockschießen auf dem Kinderspielplatz in Waldheim.
Seit 1969 gehörten der damals neu eröffnete Kinderspielplatz und die darauf befindliche Asphaltbahn der Waldheimer Stockschützen untrennbar zum Waldheimer Ortsbild. Aus baurechtlichen und immissionsschutzrechtlichen Gründen ist ein weiterer Stocksportbetrieb auf dem Kinderspielplatz ab Oktober 2025 nicht mehr möglich. Doch wo eine Türe zugeht, öffnet sich auch wieder eine. Die Gemeinde Bruckmühl stellt dem Verein ein neues Gelände beim Schwimmbad in Bruckmühl zur Verfügung. Die Planungen sind im Gange. Der Verein hofft, dass im Frühjahr 2026 mit dem Bau einer neuen Stockbahn begonnen werden kann.
Trotzdem war die Stimmung diesmal auch wehmütig. Nicht nur 24 Stockschützen, sondern auch weitere passive Vereinsmitglieder sowie Freunde des Vereins kamen zusammen. Das Wetter zeigte sich von seiner schönen spätsommerlichen Seite und die Turnierteilnehmer kämpften um jeden einzelnen Punkt.
Letztendlich sicherte sich Josef Daxenbichler mit 99 Punkten den Sieg vor seinem Sohn Kilian mit 97 und der besten Dame Elisabeth Reichert mit 96 Zählern.
Wie immer zum Saisonende wurde auch die Cupwertung (Summe aller bei den Zielschießen erreichten Punkte) bekanntgegeben. Cupsiegerin bei den Damen wurde Barbara Gerzer, bei den Herren gewann Sportwart Peter Blaga junior die diesjährige Cupwertung. Bei der Siegerehrung, die von Vorsitzendem Walter Schmid und Sportwart Peter Blaga vorgenommen wurde, erhielt jeder teilnehmende Schütze einen Fleisch-, beziehungsweise Wurstpreis.
Traurig, und doch voller Hoffnung für die Zukunft des Vereins beendete Peter Blaga die Siegerehrung dann noch mit einem lauten, dreifachen „Stock heil!“