Tierische Lebensretter auf vier Pfoten begeistern die Besucher

von Redaktion

Zehn Jahre Rettungshundestaffel der DLRG Bad Aibling – Jubiläum mit großem Fest gefeiert – Vierbeiner stehen im Mittelpunkt

Bad Aibling – Mit Familie, Freunden und viel guter Laune feierte die Rettungshundestaffel der DLRG Bad Aibling kürzlich ihr zehnjähriges Bestehen. Dass es ein rundum gelungenes Fest wurde, dafür sorgte auch das herrliche Spätsommerwetter.

Als am 8. November 1980 im Hotel Meier die DLRG Bad Aibling gegründet wurde, war von einer eigenen Rettungshundestaffel noch keine Rede. Erst viele Jahre später, am 1. Januar 2015, nahm die Staffel offiziell ihre Arbeit auf. Nun konnte bereits das zehnjährige Bestehen der Lebensretter auf vier Pfoten gefeiert werden.

Viele suchen nach
dementen Vermissten

Seit April 2018 wird die Staffel für die Vermisstensuche angefordert (Alarmierung über 112). Die Rettungshundestaffel der DLRG hat seitdem an zahlreichen Rettungshunde-Einsätzen teilgenommen und ist rund um die Uhr einsatzbereit: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden pro Tag. Staffelleiter Bastian Schulte erklärte: „Wir sind bis zu 50-mal im Jahr im Einsatz. Und dieser ist nicht nur etwa an der Mangfall um die Ecke, die Einsätze sind auch im Landkreis Traunstein, Berchtesgaden und Altötting. Wir waren sogar schon im Bayerischen Wald aktiv.“

Stark zugenommen hat in den vergangenen Jahren die Suche nach vermissten demenzerkrankten Menschen. Und die Aiblinger Hunde können viel: Mantrailing, Flächensuche und Wasserortung. Den vielen Besuchern wurden die Hunde und auch der Einsatz anschaulich vorgestellt. So der Mantrailer, der ein Spürhund ist, der anhand einer Geruchsprobe der zu suchenden Person dessen Spur verfolgt. Trotz unzähliger Besucher fand der Hund in Windeseile die in der Ausstellungshalle eingesperrte Person.

Der Flächensuchhund ist prädestiniert für die Suche in unwegsamen Gelände und großen Gebieten. Er ist schnell und ausdauernd.

Der „Wasserorter“ wiederum nimmt menschliche Verwesungspartikel über der Wasseroberfläche wahr, um vermisste Personen im Wasser zu lokalisieren. Er arbeitet vom Boot aus. „Das beschleunigt die Suche nach Vermissten enorm“, erklärte Schulte.

Rettungshundearbeit bedeutet aber vor allem auch Teamarbeit zwischen Hund und Mensch, denn nur als Team können sie erfolgreich arbeiten. „Die Ausbildung zum Rettungshund dauert etwa zwei Jahre und die Prüfung muss periodisch wiederholt werden“, erzählte der Staffelleiter. Die gesamte Ausbildung dauert jedoch ein ganzes Hundeleben lang und orientiert sich an der vom Bundesverband zur Verfügung gestellten „Anweisung für die Rettungshundearbeit in der DLRG“. „Ein Team kann nur durch Vertrauen, Liebe, Motivation, Geduld zusammenwachsen und erfolgreich sein“, betonte Schulte. Bei der Jubiläumsfeier zeigten die Hunde eindrucksvoll ihr Können. Vor der Ausstellungshalle führten die Teams eine Vermisstensuche vor, dazu kamen Übungen auf Balken, Wippe und weiteren Geräten – ein Programmpunkt, der besonders die Kinder im Publikum begeisterte, aber auch von den Erwachsenen mit viel Beifall bedacht wurde. Doch nicht nur die Tiervorführungen sorgten für Abwechslung. Für die jüngeren Besucher standen Hüpfburg und Kinderschminken bereit, während Fußball-Dart, Dosenwerfen und eine Tombola mit attraktiven Preisen für Unterhaltung bei Groß und Klein sorgten. Ein Foodtruck kümmerte sich um das leibliche Wohl der Gäste. Am Abend verlagerte sich das Geschehen in die Ausstellungshalle. Dort klang das Jubiläum mit Ansprachen, Tanz und ausgelassener Stimmung festlich aus. ws

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