Irschenberg – Die schlechte Anbindung Irschenbergs an den ÖPNV ist nicht nur den Verantwortlichen im Caritas Kinderdorf seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge. Jetzt soll ein neuer Gemeinschaftsbus – gefahren von Ehrenamtlichen aus Irschenberg – den Kindern und Jugendlichen mehr Mobilität verschaffen. Auch Senioren aus der Gemeinde sollen von dem neuen, kostenlosen Angebot profitieren.
So der Wunsch von Pia Klapos, Dorfleiterin im Caritas Kinderdorf, die die Initiative für den Gemeinschaftsbus startete und einen Unterstützer fand. Ein erster, großer Schritt zum Erreichen des Zieles wurde mit der Übergabe eines achtsitzigen Transportbusses gemacht, der von der Marcel Dittrich gemeinnützige Wohnbaustiftung mit Sitz in München „als Akt christlicher Nächstenliebe“ gespendet wurde, wie es Vorstandsvorsitzender Dittrich bei der Übergabe im Kinderdorf formulierte.
Pia Klapos dankte dem Spender für die großzügige Unterstützung und betonte, wie wichtig ihr die Partizipation am gesellschaftlichen Leben der Mädchen und Buben aus dem Kinderdorf ist: „Jedes Kind, jeder Jugendliche hat ein Recht auf kulturelle, sportliche und soziale Teilhabe, aber es ist auch wichtig, einfach mal so seine Schulfreunde besuchen zu können. Da nur selten ein Bus fährt, übernehmen unsere pädagogischen Fachkräfte die Fahrten zum Sport, Musik-, Nachhilfeunterricht oder zum Arzt.“
Nun sollen Ehrenamtliche, die den Bus fahren, bei der Entlastung helfen. Vormittags können Senioren das kostenlose Angebot für Arztbesuche, Einkaufsfahrten oder Ähnliches nutzen. Am Nachmittag steht der Bus dann den Kindern und Jugendlichen aus dem Kinderdorf und der Gemeinde zur Verfügung. Senioren werden bei Bedarf auch dann mitgenommen, sofern Kapazität vorhanden ist.
Im nächsten Schritt wünscht sich die Dorfleiterin von der Gemeinde einen gemeinsamen Abend mit Bürgermeister Klaus Meixner, um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Koordination der Fahrten und der Ehrenamtlichen soll von der Gemeinde übernommen werden. Für Pia Klapos ist Mobilität für die Kinder und Jugendlichen ein sehr wichtiges Thema, das sie stetig vorantreiben wird mit dem Ziel, einerseits Unterstützer zu finden für die Neuanschaffung von Motorrollern und bei der Finanzierung der Führerscheine. Andererseits aber auch, um Unterstützung in Form eines ehrenamtlichen Engagements der Bürger zu erbitten.
„Mir ist eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Irschenberg, Schulter an Schulter mit Klaus Meixner wichtig. Denn nur gemeinsam können wir es schaffen, unsere Kinder und Senioren adäquat zu versorgen. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam unterwegs statt einsam“.