Irschenberg – Seit zwei Wochen ist Korbinian Weber aufgeregt. Er kann es kaum erwarten, dass das Irschenberg Festival endlich losgeht. Das Event findet zum zehnten Mal statt, doch Weber ist das erste Mal daran beteiligt. Er hat seit letztem Jahr die künstlerische Leitung übernommen und ist somit für das Line-up verantwortlich.
„Dinzler ist auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich auf das Ganze Lust hätte“, sagt Weber. Er ist selbst in der Musik unterwegs und kennt sich deshalb damit aus. Bei den auftretenden Künstlern waren ihm dieses Jahr drei Dinge wichtig: Vielfalt, ein Line-up abseits vom Mainstream und jungen Künstlern eine Plattform geben. „Vor den Konzerten ist draußen eine Bühne. Dafür haben wir zehn Gruppen aus dem Landkreis gefunden, die dort die Möglichkeit haben, sich vor den Gästen und renommierten Künstlern zu präsentieren“, erklärt Weber.
Plansicherheit
dank beheiztem Zelt
So dürfen am heutigen Freitag „D‘Innspuiration“ als Vorband von Herbert Pixner Projekt das Festival eröffnen. Ab ungefähr 17.30 Uhr geht es los. „Das Konzert von Herbert Pixner ist schon seit Monaten ausverkauft. Mit ihm haben wir einen Wahnsinns-Festival-Opener gefunden“, sagt Weber. Dabei biete Pixner eine besondere Mischung aus Jazzklängen, alpenländischen Tönen und wunderschönen Melodien. Doch auch die folgenden Festival-Tage würden für die Besucher einiges bereithalten.
„Der Samstag steht im Zeichen des Hip-Hops“, sagt Weber. Dabei werden junge Künstler aus Rosenheim auftreten und die Gäste für das anschließende Konzert von Moop Mama zusammen mit Älice musikalisch einstimmen. Die jungen Künstler konnte Weber teilweise durch die Hilfe von „MIR“, der Musikinitiative Rosenheim, finden. „Die haben mir da super geholfen und tolle Vorschläge gebracht. Das ist auch für die Zukunft geplant, mit ihnen mehr zusammenzuarbeiten“, erklärt Weber.
Für das diesjährige Festival begannen die Planungen bereits im November 2024. Schon im Dezember standen die ersten Bands fest. „So ein kunterbuntes Line-up wie bei uns, gibt es nicht so oft. Das kommt auch bei den Bands gut an“, sagt Weber. So kommen internationale Künstler wie die Band Cari Cari und das Glenn Miller Orchester in das Zirkuszelt am Irschenberg. Denn hier ist das Festival nicht einfach nur auf einer Bühne: „In einem Zirkuszelt ist es immer besonders. Das hat einen Flair wie bei Circus Krone“, erklärt Weber.
Somit ist das Festival auch für die regnerischen und kalten Tage gerüstet. Im Zelt selbst kann nämlich eingeheizt werden. Auch für die Verpflegung ist gesorgt. „Es wird guten Kaffee geben, Essensstände und verschiedenste Getränke. Das wird schön“, sagt Weber. Denn für ihn sei diese kulturelle Vielfalt, die mit dem Line-up geboten wird, in Verbindung mit dem guten Essen und tollen Ambiente das, was das Festival ausmacht.
Ein Auftritt spiegle für Weber besonders den Flair des Festivals wider: die Regensburger Domspatzen mit Jazz-Ensemble. Unterstützt werden sie außerdem von der „international gefeierten Sopranistin“ Cathrin Lange: „Solch eine Mischung hört man einfach nie, vor allem nicht in einem Zirkuszelt“, sagt Weber. Dabei können die Gäste nicht nur Musik, Kabarett und eine musikalische Lesung verfolgen. Am zweiten Samstag, 4. Oktober, findet erstmalig eine Fight Night statt. So werden den Besuchern einige Boxkämpfe geboten. „Da wird sich ein richtiger Hexenkessel im Zelt entwickeln“, erzählt Weber.
Doch nicht nur Weber, als Teil der Festival-Organisation freut sich auf die kommenden zehn Tage. Auch die Gemeinde Irschenberg schätze das Festival. „Dieses zieht renommierte Musiker und Kabarettisten an, bereichert damit das kulturelle Leben in Irschenberg und schafft Aufmerksamkeit über die Gemeindegrenzen hinaus“, sagt Maria Futschek von der Gemeinde Irschenberg. Dabei sei das Festival mittlerweile ein fester Bestandteil des kulturellen Angebots des Ortes geworden. „Wir blicken zurück auf viele tolle Veranstaltungen und freuen uns schon auf die nächsten Jahre“, fügt sie hinzu.
Seine Aufgabe: Mit den Gästen reden
Außer für die Eröffnung von Pixner gibt es noch Tickets. Bis zum Start habe Weber nur noch kleine organisatorische Dinge zu tun. „Beim Festival ist dann eine Hauptaufgabe von mir, dass ich mich mit den Gästen unterhalte und herausfinde, was ihnen gefällt. Das Fest soll nämlich für die Leute sein“, sagt Weber. Ihm zufolge sollen die Besucher Spaß haben und neue Sachen anhören. „Nicht immer nur den Mainstream, den man im Radio hört“, erklärt Weber.