Feldkirchen-Westerham – Der Kulturherbst findet auch heuer wieder in Feldkirchen-Westerham statt. Darüber freut sich vor allem Roland Fröhlich. Er organisiert nun zum fünften Mal in Folge die Kulturveranstaltung in seiner Heimatgemeinde. „Es macht mir einfach unfassbar viel Spaß“, sagt Fröhlich zu seiner Motivation. Doch dahinter stecken auch harte Arbeit und hin und wieder auch „große Herausforderungen“, wie der Musikliebhaber nun im OVB-Gespräch verrät.
„Den Menschen die Kleinkunst zeigen“
Der Kulturherbst beginnt am heutigen Samstag mit dem Bühnenprogramm vom Komikerduo „Erkan und Stefan“. Für Roland Fröhlich etwas Besonderes. Denn die beiden hat er in jungen Jahren selbst „immer sehr gerne geschaut“. Neben diesen beiden können die diesjährigen Besucher noch viel mehr beim beliebten Event in Feldkirchen-Westerham erleben. Dafür sorgt Roland Fröhlich jedes Jahr aufs Neue.
Ihm sei es wichtig, den Besuchern einen unvergesslichen Abend zu bieten. Um das zu schaffen, beginnt er meist schon zwei Jahre vorher mit der Planung. „Ich bin jetzt schon an den Jahren 2027 und 2028 dran“, sagt Fröhlich und lacht.
Für ihn ist die größte Herausforderung bei der Organisation auch gleichzeitig das, was ihn an seiner Arbeit am meisten begeistert. „Die Logistik ist schon knifflig“, sagt er. „Aber zu schauen, wann tritt welcher Star auf welcher Bühne in welcher Halle auf, ist auch gleichzeitig super spannend.“ Also muss Fröhlich immer zu Beginn schauen, welche Band, welcher Kabarettist und welcher Musiker er auf die Bühne nach Feldkirchen-Westerham bringen kann. Ist das fix, muss Fröhlich nach einer geeigneten Halle schauen. Denn nicht immer stehen sie zur Verfügung.
„Ich kann zum Glück immer das Kultur- und Sportzentrum nutzen“, sagt Fröhlich. Und dieses Jahr steht auch seine „Lieblingshalle“ wieder für Auftritte zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Jahr sogar dreimal die Fuchshalle Neenah Gessner benutzen dürfen. Das ist für mich einfach die beste Umgebung für ein schönes Konzert“, sagt er. Und nicht nur Fröhlich würde das so sehen. Auch die Besucher hätten sich bislang jedes Mal von dieser Halle begeistert gezeigt. Und auch ein Star, der dieses Jahr zum Event nach Feldkirchen-Westerham kommt, wollte unbedingt dort auftreten. „Stefan Kröll hat mich gefragt, ob es möglich sei, dass er dort auf die Bühne kann“, erinnert sich Roland Fröhlich. Und was seine eingeladenen Gäste wünschen, versucht der Organisator sofort umzusetzen. Besucher können also am 29. und 30. November den beliebten Kabarettisten Stefan Kröll in der Fuchshalle live erleben.
Doch auch wenn Roland Fröhlich die Fuchshalle als Auftrittsort liebt, sie bereitet auch viel Arbeit. Schließlich muss die Bühne im Kultur- und Sportzentrum abgebaut und dann in die Fuchshalle gebracht werden. Dort muss sie dann wieder aufgebaut werden und auch das Licht, die Vorhänge, die Stühle und die Technik müssen von einem Ort zum nächsten gebracht werden.
Sind die Auftritte in der Fuchshalle beendet, muss alles zum nächsten Standort – wie in diesem Jahr die IHK – gebracht werden. Auch hier muss sein Team dann alles wieder aufbauen. Und das bedeutet für den Organisator sehr viel Arbeit. „Ich bin dem Bauhof der Gemeinde Feldkirchen-Westerham sehr dankbar, dass sie jedes Jahr so gut helfen“, betont Fröhlich. „Allerdings würde ich mir für die Zukunft wünschen, dass es in der Gemeinde vielleicht noch eine große Bühne gibt, die an einem Ort fest ist und dort auch Kultur und Auftritte regelmäßig stattfinden können.“
Denn auch wenn der Kulturherbst für den Organisator sehr viel bedeutet, ist es gleichzeitig eine sehr stressige Zeit. Und wenn mal etwas schiefgeht, wie zum Beispiel beim Aufbau der Bühne, oder sogar mal etwas kaputtgeht, dafür haftet der Feldkirchen-Westerhamer. Denn die Veranstaltung bezahlt Fröhlich aus seiner eigenen Tasche – mit einem Zuschuss der Gemeinde. „Es ist nicht gerade wenig, vor allem wenn etwas schiefgeht, muss ich auch mal draufzahlen“, sagt er. „Es ist also schon ein großer Irrsinn, das zu organisieren, aber ich mache es gerne.“ Vor allem deshalb, weil er den Menschen aus seiner Heimatgemeinde und dem gesamten Mangfalltal eines gerne bieten möchte: „Ich will damit den Menschen die Kleinkunst näherbringen.“
Denn bei den Prominenten, die auftreten, versucht Roland Fröhlich, auch immer wieder regionale Künstler für sich zu gewinnen. Und das komme bei den Besuchern sehr gut an. „Ich habe mitbekommen, dass sich viele auf Stefan Kröll freuen, deshalb gibt es jetzt auch schon einen Zweittermin“, sagt Fröhlich. „Aber auch die Nachfrage nach den Bands Quadro Nuevo und Django 3000 sowie nach dem Kabarettisten Urban Priol ist groß.“
Abwechslung
durch Neuerung
Nicht nur über die große Nachfrage freut sich der Organisator. Dieses Jahr probiert er auch mal etwas ganz Neues aus. „Und da bin ich schon sehr gespannt, wie das ankommen wird“, sagt er. Am Sonntag, 28. September, findet um 20 Uhr im Kultur- und Sportzentrum die erste „Rap Night“ statt. Die beiden Sänger PPH aus Rosenheim und KOGI, mit bürgerlichem Namen Maximilian Karger aus Feldolling, sorgen dann für Abwechslung auf dem Event. „Ich wollte schon immer mal ein Rap-Konzert machen, da mein Junior gerne Rap hört und ich inzwischen auch“, erklärt Roland Fröhlich. „Das ist sicherlich eine coole Sache.“
Gespannt ist der Feldkirchen-Westerhamer allerdings auch, wie es die nächsten Jahre so weitergeht. Aber egal was kommt oder wie stressig auch diese Zeit für Roland Fröhlich immer ist, ans Aufhören denkt er noch lange nicht. „Ich weiß nicht, ob ich mal etwas großartig an der Veranstaltung ändern möchte, denn derzeit macht es einfach so, wie es ist, zu viel Spaß.“