Gut verwurzelt im Leben

von Redaktion

„Vergissmeinnicht“-Gottesdienst für Demenzkranke in der Emmauskirche

Bruckmühl – Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bruckmühl mit Feldkirchen-Westerham, der katholische Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus und das Soziale Netzwerk Feldkirchen-Westerham haben kürzlich gemeinsam zum Nachmittagsgottesdienst für Demenzkranke und deren Angehörige und Pfleger in die Emmauskirche eingeladen.

Pfarrerin Susanne Franke (evangelisch), Pastoralreferentin Monika Langer (katholisch) und Christine Knoll (Zweite Vorsitzende Soziales Netzwerk) konnten gut 50 Besucher begrüßen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Ehepaar Wynants (Querflöte und Violoncello) und dem Organisten Karl-Heinz Vater.

Eine Topfpflanze
dient als Metapher

Christine Knoll begrüßte die Anwesenden und bedankte sich bei allen für die umfangreichen Vorbereitungen. Pfarrerin Franke hatte zur Veranschaulichung der diesem Gottesdienst zu Grunde liegenden Gedanken eine große Topfpflanze (Ficus Benjamini) mitgebracht, die sie als Geschenk ihres Vaters seit ihrem 15. Lebensjahr begleitet und daran erinnert, wie wichtig es sei, im Leben gut „verwurzelt“ zu sein.

Auch Pastoralreferentin Langer griff diesen Gedanken auf und erzählte von einem besonderen Baum aus ihrer Kindheit: einer großen Linde neben ihrem Elternhaus. Wie ein Baum, so Franke in ihrer Predigt, müsse auch der Mensch gut verwurzelt sein, auch wenn es im Laufe des Lebens Veränderungen gebe.

So könne der Mensch auch an einem neuen „Standort“ Wurzeln schlagen und seinen Platz finden und sich wohlfühlen und Menschen finden, mit denen er reden und seine Probleme teilen und mit denen er das Vertrauen in Gott erfahren kann. Er gebe uns Hoffnung und die Kraft, auch in „mageren“ Zeiten nicht aufzugeben.

Mit Freude sangen die Besucher zwei wohlbekannte Lieder, einfühlsam begleitet vom Organisten Karl-Heinz Vater, und verfolgten aufmerksam das wunderbare Zusammenspiel von Querflöte und Violoncello durch das Ehepaar Wynants, das einige klassische Stücke mitgebracht hatte, und dem Organisten.

Die angebotenen Einzelsegnungen durch die beiden Geistlichen wurden dankbar angenommen, während an der Orgel leise und facettenreich das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“ erklang. Mit Fürbitten und einem Schlussgebet endete der Gottesdienst. Christine Knoll bedankte sich bei den Organisatoren und Helfern und lud zu Kaffee und Kuchen ein, die das Haus Vitalis gespendet hatte.

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