Landschaften im Licht ihrer Farben

von Redaktion

Christoph Drexler und Maja Vogl zeigen neue Werke in der Galerie Villa María – Ausstellung läuft bis zum 26. Oktober

Bad Aibling – Es war, wie Galerist Ernst Geyer in seiner Begrüßungsansprache vermutete, der letzte heiße Tag des Jahres. Die Sonne schien vom unbewölkten Himmel und tauchte alles in ein gleißendes Licht. In eben das Licht, das auf vielen Bildern von Drexler dominiert. Dazu die intensivfarbenen Webbilder von Maja Vogl, die als kleine abstrakte Landschaften in Erstaunen versetzen.

Beide stellen zum mehrfachen Male in der Villa aus. Christoph Drexler wird in Kürze seinen 70. Geburtstag begehen und hält somit eine stille Feier ab. Still, ja ruhig sind sie, die Gemälde, und sprechen doch lebhaft vom Leben. Und Maja Vogl, die Weberin, hat in vergangenen Präsentationen ihre Seidenschals ausgestellt und fertigt nun, um ihren Schultern eine Pause von der Arbeit am Webstuhl zu geben, die von ihr so genannten Wickelbilder.

Während Drexlers Gemälde mit Licht und Schatten spielen, sind Vogls Wickelbilder nur lichtdurchströmt. Die Landschaften von Drexler sind minimalistisch, hier ein Stadl im einsamen Feld, dort drei Hügel, die sich wie Zuckerhüte gerieren, dort ein stilles, unbewegtes Wasser. Die Farben sind gedämpft, als riefen sie der Welt zu: „Sieh doch genauer hin!“ Ernst Geyer nennt die Exponate „das Ergebnis einer klugen Reduktion“. Maja Vogls Seidenschals sind Kunstwerke zum Tragen. Wer sich mit ihnen schmückt, wird selbst zum Kunstwerk. Seidenfäden, nebeneinander auf Karton gewickelt, sodass eine brillierende Farbpalette entsteht, sind ihre Möglichkeit, weiter schöpferisch zu gestalten. Es entstand eine Vielzahl kleiner Werke, die mit grünem Streifen Wiesen, mit gelbem Streifen Blumen und vielleicht mit blauem Streifen einen Himmel nachempfinden.

Ernst Geyer schloss seine Einführung mit den Worten: „Und vielleicht zeigt (diese Ausstellung) ja auch, dass Landschaft weniger ein Ort ist, sondern vielmehr eine Haltung: nämlich eine Art, die Welt wahrzunehmen.“

Die Ausstellung ist bis zum 26. Oktober zu sehen. Die Öffnungszeiten sind freitags von 16 bis 20 Uhr, samstags von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr in der Galerie Villa María, Rosenheimer Straße 43. bö

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