Bad Aibling/Berlin – „Durch Bayern sind wir richtig marschiert“, sagt Sportlehrer Maximilian Kaufmann vom Gymnasium Bad Aibling und blickt auf die vergangenen erfolgreichen Monate zurück. Vor dem aufreibenden Finale gegen das Gymnasium aus Coburg meisterten sechs talentierte Tennisspieler aus den Klassen 8, 9 und 10 sämtliche Runden, etwa auch den Wettbewerb um den besten oberbayerischen Vertreter.
Gleich zu Beginn
im Lospech
Schließlich gewannen die Aiblinger die gesamte bayerische Meisterschaft und konnten sich somit als Vertreter des ganzen Bundeslandes in der Wettkampfklasse Jungen III nun nach Berlin zum größten Schulsportwettbewerb der Welt, „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“, aufmachen.
Dass die Aiblinger Tennis-Talente, die allesamt auch in Vereinen aktiv sind und in den vergangenen Monaten auf große Unterstützung ihrer Familien und der Schulgemeinschaft setzen konnten, tatsächlich als bayerische Vertreter nach Berlin reisten, bezeichnet Kaufmann als „Sensation“.
Und so ging es für das Aiblinger Team kürzlich zu einem beeindruckenden Wettbewerb, bei dem neben Tennis auch zahlreiche andere Sportarten unter den deutschen Schulen ausgetragen wurden und wo insgesamt mehr als 4000 Schüler teilnahmen. „Das ist schon ein Riesending“, betont Kaufmann.
Ihm zufolge herrschte in seinem Team, das aus Vincent Szabados, Wolfgang Kohl, Valentin Szabados, Paul Figiel, Manuel Donderer und Samuel Krenzer besteht, eine besondere Stimmung, „da sich die Jungs untereinander auch gut verstehen“. Umso ärgerlicher war es allerdings, dass das fehlende Losglück die Träume vom ganz großen Wurf gleich zu Beginn zerstörte.
„Wir bekamen es im ersten Spiel mit dem Gegner aus Saarbrücken zu tun“, berichtet Kaufmann. Im Saarland befinde sich einer der wenigen Bundesstützpunkte. Heißt auch, dass dort die Besten der besten Tennisspieler aktiv sind und die Aiblinger so einem favorisierten Gegner gegenüberstanden. „Das haben wir dann leider verloren. Auch wenn man gesehen hat, dass sogar gegen solche Gegner etwas möglich war.“
„Wir sind aufgrund des Lospechs mit wenigen Erwartungen hierhergekommen und haben dann aber gesehen, was unsere Jungs trotzdem leisten können“, zeigt sich der Sportlehrer stolz auf sein Team, das in den Folgetagen noch um die Plätze neun bis 16 spielte. Dabei ging es im Doppel gegen Schleswig-Holstein und anschließend gegen Bremen – beide Duelle konnten die Aiblinger Bayern-Vertreter für sich entscheiden.
Mittlerweile zurück
im Schulalltag
Laut Sportlehrer Kaufmann „das Maximum nach der ersten Niederlage“. Zum Abschluss des Sportevents ging es dann noch in die Berliner Max-Schmeling-Halle. „Das ist schon alles echt besonders“, so Kaufmann. Vor wenigen Tagen kamen die Schüler aus der Kurstadt wieder nach Hause, wo nun der Schulalltag auf sie wartet.
Für Bad Aibling war die Teilnahme in Berlin bei „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ nicht ganz neu. Vor einigen Jahren reisten bereits einige Gymnasiasten, damals in der Sportart Tischtennis, in die Hauptstadt und konnten sich dort mit den besten Schülern Deutschlands messen.