Bad Feilnbach – Mit der Verkehrssituation in der Gartenstraße im Bereich vom Kindergarten „Regenbogen“ und Zugang „Leo-von-Welden-Schule“ mit angrenzender Turnhalle befassten sich Bad Feilnbachs Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Vor allem die Parkplatzsituation entlang der katholischen Einrichtung mit drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen, die täglich von 100 Kindern besucht wird, stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Analyse bei einer Ortsbesichtigung
Ausschlaggebend sind die kurzen Stellflächen, an denen Fahrzeuge teilweise auf den Gehweg hinausragen. Fußgänger, insbesondere Schutzbefohlene der beiden Bildungseinrichtungen, werden häufig gezwungen, auf die Gartenstraße auszuweichen. Gefährliche Situationen ergeben sich regelmäßig beim Ein- und Ausparken.
Im Rahmen einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Max Singer, Gemeinderätin Siglinde Angermaier, Sachbearbeiterin Michaela Eggerl, Pfarrer Ernst Kögler, Polizeiinspektion Brannenburg, den Leiterinnen und Elternbeiräten von Leo-von-Welden-Schule und Kindergarten sowie Stefan Millauer vom Bauhof wurde die Lage ausführlich analysiert.
Empfohlene Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sei die Umwandlung eines Teilabschnitts der Gartenstraße in Form einer Einbahnregelung. Dadurch könne der Verkehrsfluss geordnet, der Parkraum besser genutzt und die Sicherheit zugunsten der Kinder deutlich erhöht werden. Angedacht und vorgeschlagen wird, eine Markierung zur Abgrenzung des Fußgängerbereichs hinter den Parkflächen anzubringen. Die Einführung einer Einbahnregelung von der Kranzhornstraße bis auf Höhe Kurapotheke ist zunächst im Rahmen eines „Pilotprojekts“ über einen Zeitraum von sechs Monaten vorgesehen. Eine Realisierung soll nach Abschluss der Tiefbau- und Wiederherstellungsarbeiten der Nahversorgungsmaßnahme in der Kufsteiner Straße erfolgen. Während der Versuchsphase werde deren Zweckmäßigkeit und Auswirkungen geprüft.
Gemäß Sachverhalt wurden Elternbeiräte von Kindergarten und Schule sowie Anwohner in der Gartenstraße und Kranzhornstraße über das Vorhaben informiert. Als Kosten wurden 13600 Euro geschätzt. Den Beschluss zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zugunsten von Kindern fasste der Gemeinderat mit 14:2 Stimmen. Des Weiteren umfasst der Beschluss eine Anpassung der Beschilderung an die örtlichen Gegebenheiten sowie die Erstellung einer nötigen verkehrsrechtlichen Anordnung. Über eine dauerhafte Einführung der Einbahnregelung entscheidet der Gemeinderat nach sechs Monaten.