Friedenstauben ziehen ins Rathaus um

von Redaktion

Installation in Georgskirche wird abgebaut – Auch Kindergarten hat Interesse

Bad Aibling – Seit Pfingsten hängen im Schiff der Bad Aiblinger Georgskirche über 1200 aus Papier gefaltete Tauben, die als Mahnung zum Frieden dienen sollen. Spätestens bis Mitte November will Pfarrgemeinderatsvorsitzende Bärbel Merk, die die Idee zu dieser Initiative hatte, die Installation abbauen. „Wir machen das so rechtzeitig, dass die Kirche ohne Zeitdruck für die Adventszeit geschmückt werden kann‘“, verspricht Merk. Einfach recyclen will die Initiatorin die kleinen Kunstwerke nicht, die nicht selten mit kurzen Botschaften versehen sind. „Das wäre schade, schließlich steckt da eine tolle Gemeinschaftsleistung dahinter“, erinnert sie daran, dass sich neben einer stattlichen Anzahl von Gläubigen aus der Pfarrgemeinde auch die Kindertagesstätte Sankt Georg, die Mittagsbetreuung der Georgsschule, die Pfadfinder und die Ministranten an der Aktion beteiligt hätten.

Ihre Idee, zumindest einen Teil der Tauben für einige Zeit im Rathaus, im katholischen Kindergarten Sankt Georg und der benachbarten Georgsschule aufzuhängen, stößt nicht nur bei der Stadt Bad Aibling auf fruchtbaren Boden. Bürgermeister Stephan Schlier will einige Tauben auf jeden Fall im Rathaus aufhängen, Einzelheiten müssen allerdings noch geklärt werden. „Das machen wir gerne, das ist ja eine sehr schöne Aktion“, sagt Schlier. Natascha Wittling, Leiterin des Kindergartens Sankt Georg, steht Merks Idee ebenfalls aufgeschlossen gegenüber. „Ich kann mir prinzipiell gut vorstellen, dass wir Tauben im Eingangsbereich unseres Gebäudes aufhängen. Über Details müssen wir uns im Team aber noch abstimmen“, sagt Wittling. Ob ein Teil der gefalteten Papiergebilde künftig auch in der Georgsschule zu sehen sein wird, ist noch unklar. Auf telefonische Nachfrage war kein Ansprechpartner in der Schule erreichbar, der erbetene Rückruf blieb aus.

Den großen Ring mit Tauben, der in der Mitte des Kirchenschiffes hängt, will die Pfarrgemeinderatsvorsitzende vorsichtig abnehmen lassen und nach Möglichkeit aufbewahren. „Mal sehen, ob uns das gelingt. Wenn die Papiertauben heil bleiben, könnte man diesen Teil nächstes Jahr zu Pfingsten wieder in der Kirche aufhängen“, wagt Merk einen Blick in die Zukunft.

Was mit den Tauben geschieht, für die keine Verwendung mehr gefunden wird, steht bereits fest. „Ich will die nicht einfach wegschmeißen. Die werden von den Pfadfindern im nächsten Jahr im Osterfeuer verbrannt, das in der Osternacht entzündet wird“, so Merk. Norbert Kotter

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