Irschenberg – Mario Kornhass ist mit dem Kampfsport aufgewachsen. Geboren wurde er in Prien am Chiemsee – drei Jahre, nachdem sein Vater 1986 eine Kampfsportschule gegründet hat. Seit neun Jahren führt er sein eigenes Unternehmen „Kampfsport Kornhass“ in Kolbermoor. Heuer hat er sich zum ersten Mal mit einer Kickbox-Veranstaltung, der „Fight Night“ am „Irschenberg-Festival“ beteiligt.
Herr Kornhass, wann haben Sie mit dem Kampfsport begonnen?
Mit vier Jahren habe ich mit Taekwondo angefangen, das ich bis heute ausübe. Im Alter von 13 Jahren kam das Kickboxen dazu, sieben Jahre später der Ringsport.
War der Kampfsport schon immer Ihre berufliche Zielsetzung?
Nicht unbedingt. Nach dem Fachabitur habe ich ins Studium der Betriebswirtschaft reingeschnuppert. Nach drei Semestern habe ich mich dann für den Kampfsport entschieden und bin bei meinem Vater in Bruckmühl eingestiegen. Im Mai 2016 habe ich meine eigene Schule in Kolbermoor aufgemacht.
Welche sportlichen Erfolge hatten Sie bisher und welche Pläne haben Sie für die nächste Zukunft?
Ich bin jetzt siebenfacher Amateur-Weltmeister und vierfacher Profi-Europameister. Mein nächstes Ziel ist, meinen Titel als amtierender Weltmeister im Kickboxen zu verteidigen. Der Wettkampf findet am 22. November im Kuko in Rosenheim statt.
Und Ihre beruflichen Pläne?
Nächstes Jahr will ich natürlich das zehnjährige Bestehen meiner Schule feiern. Dann will ich den Nachwuchs stärken, indem ich das Angebot erweitere. Dies ist nötig, da die Nachfrage beim Kampfsport von Jahr zu Jahr steigt.
Worin sehen Sie den Grund für das steigende Interesse am Kampfsport?
Ich denke, das liegt an der politischen Entwicklung. Das Leben wird immer rauer, und es wird immer wichtiger, dass man die Fähigkeit zur Selbstverteidigung besitzt, um so auch sein Selbstbewusstsein zu stärken.
Wie passt Kampfsport in ein Kulturfestival?
Sport ist Teil der Kultur, die „Fight Night“ passt also ganz gut ins Konzept.
Interview: Alfred Schubert