Schwierige Standortsuche für Mobilfunkmast in Unterlaus

von Redaktion

Gemeinderat stimmt widerwillig zu – Deutsche Telekom sucht schon seit Jahren

Feldkirchen-Westerham – Es hört sich schon fast wie ein Hilferuf an: Die Deutsche Telekom sucht seit Jahren einen geeigneten Standort für einen Mobilfunkmast in Unterlaus. Jetzt hat die Rathausverwaltung von Feldkirchen-Westerham als möglichen Standort das Dach des Feuerwehrhauses in Unterlaus vorgeschlagen. Der Gemeinderat hat dieser Alternative zwar mehrheitlich zugestimmt, aber deutlich widerwillig. Dieses Dach soll nur als Standort angeboten werden, wenn sich keine andere Lösung findet.

Die allgemeine Skepsis bei den Ratsmitgliedern war auch optisch begründet. Eine konkrete Befürchtung war beispielsweise, dass dieser Standort schon allein wegen der Nähe zur St.-Vitus-Kirche das Ortsbild stören könnte. Auch die Fläche in der Dorfmitte, auf der das Feuerwehrhaus steht, wäre für einen Sendemast allein schon wegen der Höhenlage kaum optimal.

Die skeptische Einstellung zeigte sich auch bei den Wortmeldungen. CSU-Fraktionssprecher Bernhard Neumaier hielt diesen Standort für den Funkturm allein schon wegen der wahrscheinlich geringen Reichweite der Sende-Strahlung als nicht geeignet. „Der Sendemast müsste höher und am besten in einer Waldlichtung stehen“, sagte Neumaier. Die Ansicht von Pro-Bürger-Sprecher Franz Bergmüller (fehlte entschuldigt) las Josef Kammerloher vor. In seiner Kernaussage erinnerte der Unterlauser Gastwirt daran, dass er sein Hausdach schon vor zehn Jahren den Mobilfunkbetreibern angeboten habe. Dieses positive Angebot hätte Bergmüller zufolge auch jetzt noch Gültigkeit.

Fazit der kurzen Beratung: Die Suche nach einem geeigneteren Standort soll wegen der angesprochenen Bedenken nicht aufgegeben werden. Wenngleich auch den Gemeinderäten die schwierige Lage für einen Mobilfunkmast in Unterlaus bekannt ist: Der Ort ist geländemäßig gleich von drei Seiten eingekesselt, nur nach Süden hin offen. Manfred Merk

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