Bruckmühl – Viele aufmerksame Zuschauer hatten die jungen Tanzpaare bei ihren Auftritten. Doch der offizielle Star an diesem Tag war das neu gestaltete Vereinsheim der Bruckmühler „D’Wendlstoana“. Knapp zwei Jahre dauerte der Umbau der ehemaligen Gemeindebücherei im Feuerwehrhaus in die neue Heimstatt der Trachtler. Viel Engagement, Eigenleistung und Geduld waren gefragt, um das neue Heim der Gemeinschaft Wirklichkeit werden zu lassen. Über 2000 Arbeitsstunden in verschiedenen Gewerken sind zusammengekommen und wurden gemeinsam, zum Teil mit fachlicher Hilfe, gestemmt.
Große Freude über das
gemeinsam Erreichte
Auch wenn noch kleine Restarbeiten zu erledigen sind – etwa die einzelnen Lampen, der Gläserschrank und einige Regale –, so ist die Freude über das Erreichte groß, wie Trachtenvorstand Matthias Ahrens verkündet. Mit der Eröffnung rückt der Abschluss eines wichtigen Kapitels des Trachtenvereins „D’Wendlstoana“ in greifbare Nähe.
Bereits vor gut 50 Jahren wurde hier der Grundstein gelegt, hatte der damalige Vorsitzende Edmund Neumaier senior damals bereits einen Antrag auf ein Vereinsheim bei der Gemeinde gestellt. Dieses Projekt wurde nie aus den Augen verloren und auch unter Neumaier junior verfolgt, ehe es nun endlich realisiert werden konnte.
Eine treibende Kraft war sein Vorgänger Michael Greiner, dem Ahrens herzlichst für dessen Einsatz, der weit über das normale Maß hinaus ging, dankte.
Und so zogen die Wendlstoana zu Beginn dieses Jahres aus den 20 Quadratmetern Vereinskeller zwei Etagen höher. Ein Material- und Gewandlager, ein großer Einbauschrank mit Lagerfunktion und Garderobe stehen zur Verfügung. Ein Vereinsküchenraum und ein Schankbereich können künftig für Vereinsfeste genutzt werden.
Bürgermeister Richard Richter freute sich in seinem Grußwort über die gelungene Umgestaltung der Räume und ist davon überzeugt, dass sich das Vereinsheim gewinnbringend auf die Jugendarbeit auswirkt und die Gemeinde Bruckmühl beleben wird. Auch lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein während der Umbauphase und überreichte abschließend an den „Alten“ und „Neuen“ Vorstand einen Gemeindekrug.
Für den Inngau-Trachtenverband besuchte Zweiter Gauvorsitzender Markus Kornberger die Bruckmühler und überreichte einen Gedenkteller. In seinem Grußwort wünschte er den Wendlstoana eine glückliche Hand beim Beleben des Vereinsheims. „Hier sollen Jung und Alt zusammenkommen und zusammenhalten.“ Brot und Salz hatten die beiden Vorstände des Patenvereins Rohrdorf mitgebracht und freuten sich mit den Gastgebern über das gelungene Trachtenheim.
Der verhinderte Patenverein Oberaudorf übermittelte Glückwünsche, ebenso wie der Heufelder Trachtenverein, der ebenfalls ein Patenverein ist und dessen Vorsitzender Alois Huber die Grüße der Mangfalltaler überbrachte.
Spielstationen und
Kinderschminken
Zahlreiche neugierige Interessenten schlenderten von morgens bis abends durch die Räume und nutzten die Gelegenheit zum Frühschoppen oder später zu Kaffee und Kuchen. Die Plattlergruppen zeigten den Tag über ihr Können und die Schnoizer ließen immer wieder ihre Goaßln knallen. Musikalisch unterhielten „Knopf & Soaten“, das „Wuiderer Trio“ und abschließend die „Goldbach-Musi“ die Gäste.
Für die Kinder waren ein Kinderkarussell und eine Hüpfburg aufgebaut. Mit Spielstationen und Kinderschminken waren auch die kleinen Besucher gut versorgt.