von Redaktion

Alexander Wolff erhält prominente Unterstützung für die Aktion „Kinder helfen Kindern“. Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg überreichte ihm hierfür ein Paket. Wie es dazu kam und wo die Hilfe in diesem Jahr ankommt.

Bad Aibling – Vor einigen Wochen stand der Weltkindertag, der 1954 von den Vereinten Nationen eingeführt wurde, wieder im Zeichen der internationalen Solidarität mit den kleinsten Mitgliedern der Gesellschaft. Stets soll dieser Tag auch Anlass dafür sein, über die Entwicklungen und Herausforderungen bezüglich der umgreifenden Kinderarmut nachzudenken. Das Thema ist seit vielen Jahren eng verbunden mit einem engagierten Bad Aiblinger.

Er begann
mit acht Paketen

ADRA Deutschland rief vor 25 Jahren die Aktion „Kinder helfen Kindern“ ins Leben. Seitdem werden Pakete in arme Regionen Europas zur Weihnachtszeit geschickt. Insgesamt waren es bisher über 774000 Pakete, die in über 15 Ländern verteilt wurden.

„Auch dieses Jahr habe ich mir das Ziel gesetzt, wie schon seit 2018, ein Paket mehr als im Jahr zuvor zu sammeln“, sagt Alexander Wolff, Fußpfleger und vielfach sozial engagierter Bürger aus Bad Aibling, gegenüber dem OVB. Wolff kümmert sich seit Jahren federführend um das Vertriebliche – und darum, dass alleine aus der Kurstadt wieder zahlreiche Pakete für die bundesweite Aktion zusammenkommen.

2017 hat er mit acht Paketen begonnen, die er der Aktion beisteuerte, und seitdem jährlich die Anzahl der organisierten Exemplare immer wieder (deutlich) erhöht. „So durfte ich, dank meiner Kunden, Freunde, Partner und vielen Firmen und Vereinen und natürlich meinen treuen Schulen, eine Steigerung von 131 Paketen erleben und 511 Pakete auf die Reise schicken“, erzählt er.

Ein Teil der in Deutschland gesammelten Pakete ging im vergangenen Jahr nach Montenegro. „Ich durfte bei der Verteilung vor Ort helfen – und dieses Erlebnis hat mich stark beeindruckt“, sagt Wolff. Besonders als er mitbekam, „wie sehr sich ein Mädchen über ein selbst gestricktes rosa Stirnband freuen kann, da sie sechs ältere Brüder hat und noch nie etwas Neues, geschweige denn etwas ,Rosanes‘ bekommen hat“, nennt der Aiblinger ein prägendes Erlebnis.

Für Wolff ging es vor wenigen Tagen nun richtig los mit der diesjährigen Aktion. Und das erste Paket erhielt er gleich aus prominenten Händen. So war Wolff beim Ludwig-Erhard-Gipfel, den er als Sanitäter betreute. Dort begegnete er auch dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Und der Aiblinger habe zu Guttenberg direkt für das Projekt begeistern können. Mit Erfolg. „Gestern war es so weit, auf seiner Geschäftsreise hat er Halt in München gemacht und mir sein Paket persönlich überreicht“, erzählt Wolff begeistert.

Mit den besten Wünschen und der Hoffnung, dass er einen Teil dazu beitragen könne, habe er zu Wolff gesagt. „Herr zu Guttenberg hat sich auch über die Zielländer informieren lassen“, berichtet der Aiblinger. Die gesammelten Pakete gehen in diesem Jahr nach Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Montenegro und Nordmazedonien. „Ich werde dieses Jahr beim Verteilen der Pakete in Nordmazedonien helfen“, versichert Wolff.

Wer dem prominenten Ex-Politiker folgen möchte, könne sich laut Wolff gerne anschließen, „ich habe noch genügend leere Kartons, welche bis zum 11. November gefüllt zurück an mich gehen dürfen“. Danach könnten diese kontrolliert und auf Paletten geladen werden, damit sie anschließend pünktlich zu Weihnachten in den Zielländern bei den Kindern ankommen.

In das Paket gehören Wärmespender (Mütze, Handschuhe und Schal), Schul- und Bastelbedarf, Spielsachen (auch gerne gebraucht, aber funktionstüchtig und ohne Batterien), Hygieneartikel (Haarbürste, Klammern, Zahnbürste, Zahnpasta) plus extra acht Euro für den Transport.

Besonderer Absender eines besonderen Pakets

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