Bruckmühl – 582619 – 193000 – 2020 – 1000 – 957 – 25 – 4: Diese Zahlenkombination spiegelt kurz auf den Nenner gebracht die Erfolgsstory „25 Jahre First-Responder-Förderverein Bruckmühl“ (FRFV) wieder. Mit einem Festakt und anschließendem Tag der offenen Tür feierten „die schnellen Helfer vor Ort“ zusammen mit geladenen Gästen und den Bruckmühlern vor Kurzem ihr Jubiläum.
Dementsprechend knallten auch etliche Sektkorken in „ihrem Wohnzimmer“, den Räumen der BRK-Bereitschaft am Dr.-Wilhelm-Glasser-Weg 2. Reinhard Geigerseder konnte beim Sektempfang unter den zahlreichen Gästen neben dem stellvertretenden Schatzmeister des BRK-Kreisverbands Rosenheim, Manfred Wirth, auch den Zweiten Bürgermeister von Bruckmühl, Klaus Christoph, sowie den BRK-Bereitschaftsleiter, Markus Hemming, begrüßen.
Zum Start viele
Türklinken geputzt
Der Vorstand des FRFV skizzierte zu Beginn des Festaktes die wichtigsten Eckpfeiler in der beeindruckenden Vereins-Historie, die in dieser Art auch eine Vorbildfunktion in der Region einnimmt.
Am 7. Juli 2020 fand im Gasthaus Ampletzer (heutige Kulturmühle) die Gründungsversammlung statt. Als Führungs-Trio wurde Geigerseder als Vorsitzender, Margot Patzlsperger, in Personalunion Zweite Vorsitzende und Kassier, sowie Gertraud Geigerseder, Schriftführung, gewählt. Ersterer ist bis heute der anerkannte und geschätzte Frontmann des Vereins.
„Ab der ersten Minute haben wir die Ärmel hochgekrempelt, viele Türklingeln gedrückt, Türklinken geputzt und Veranstaltungen aller Couleur besucht, um für unser Engagement zum Wohle der Bruckmühler zu werben“, erinnert sich Geigerseder mit einem Lächeln.
Mitgliederzahlen
und Einnahmen steigen
Die Öffentlichkeitsarbeit wurde in den folgenden Monaten breiter aufgestellt, die Akquise von Sponsoren intensiviert, als auch zielgerichtet an der einen oder anderen Stellschraube der Vereinsentwicklung gedreht. Mit einem ganzen Maßnahmenpaket konnte so der Bekanntheitsgrad des FRFV in der Region gesteigert werden.
Lohn dieser vorbildhaften Pionierarbeit waren stetig steigende Mitgliederzahlen und Finanz-Einnahmen. So zählt der FRFV heute aktuell 957 Förderer. Dazu konnten in den zurückliegenden 25 Jahren gerade auch durch das Engagement vieler kleiner und großer Sponsoren und Spendern als auch der verlässlichen Unterstützung der Marktgemeinde sage und schreibe 582619,39 Euro generiert werden.
Dies ermöglichte unter anderem auch die notwendige eigenfinanzierte Anschaffung von vier Einsatzfahrzeugen mit einem Gesamtvolumen von 193000 Euro. Weitere 37500 Euro flossen für den Ausbau und das Mobiliar in den Neubau der BRK-Bereitschaft Bruckmühl am Dr.-Wilhelm-Glasser-Weg 2. Dazu übernimmt der FRFV auch einen jährlichen Mietzuschuss an das BRK in Höhe von 15340 Euro. Letzterer Betrag wird durch eine gemeindliche Zuwendung im höheren vierstelligen Bereich minimiert. „Sollte ich in den zurückliegenden 25 Jahren dem einen oder anderen bei meinem Engagement mal auf die Füße getreten sein, bitte ich hiermit aufrichtig um Entschuldigung. Es ging mir dabei aber nur immer um die gute Sache für unsere Bürger“, leistete Geigerseder mit einem Kopfnicken Abbitte. Wichtig war ihm abschließend aber noch die Feststellung: „Man sollte sich immer vor Augen halten: Jeder, egal welchen Alters, kann zu jeder Zeit, an jedem Ort, ob zu Hause, im Job, in der Freizeit oder beim Sport mit einer Unfallsituation konfrontiert werden.“
BRK-Kreisverband-Vorstandsmitglied Wirth hob bei seinem Grußwort den hohen Stellenwert der Bruckmühler First Responder und ihres Fördervereins hervor. „Durch diese maßgeblich und ehrenamtlich unterstützte Tätigkeit aller FR-Einsatzfahrer wird die wichtige und zum Teil auch lebensrettende Durchgängigkeit der Rettungskette vom Unfallereignis über die Erstversorgung durch den FR bis hin zur Klinikeinlieferung durch den Rettungsdienst und dortigen weiteren Behandlung gewährleistet.“
Bruckmühls Zweiter Bürgermeister Christoph unterstrich die Aussagen seines Vorredners: „Wenn der FR und sein Förderverein nicht schon existieren würde, müssten wir ihn erfinden und gründen. Das Zusammenspiel von diesem Duo ist für unsere Marktgemeinde von unschätzbarem Wert. Danke für dieses hohe ehrenamtliche Engagement.“
Großes Interesse
am Einsatzfahrzeug
Im Anschluss an die Feierlichkeiten präsentierten sich die Bruckmühler BRK-Bereitschaft, die FR-Einsatzkräfte und der FRFV „zum Anfassen“. Im besonderen Rampenlicht stand das aktuelle Einsatzfahrzeug der Bruckmühler FRler mit dem Rufnamen „RK BML 79/1“. Viele Besucher nutzen die Möglichkeit zu einer Sitzprobe im 75000 Euro teuren High-Tech-Gefährt. Andere wiederum interessierten sich für die technische und medizinische Ausstattung und das „Innenleben“ des „schnellen Helfers vor Ort“. Die BRK- und FR-Einsatzkräfte gaben dazu ganztägig bereitwillig Auskunft und öffneten auch die kleinsten Klappen, Schubfächer und Erste-Hilfe-Rucksäcke.