von Redaktion

Es waren aufreibende Monate für die Bogenschützen der SG Edelweiß Bruckmühl, die jetzt aber ein glückliches Ende gefunden haben: Die Sportler haben die Einweihung ihrer neuen Sportstätte gefeiert. Wieso sie die alte verlassen mussten – und wer bei der Suche tatkräftig geholfen hat.

Volle Konzentration vor dem Schuss: Die Bogenschützen der SG Edelweiß Bruckmühl haben eine neue Heimat gefunden. Foto Werner Stache

Jubel bei der ganzen Bogenschützenfamilie der SG Edelweiß Bruckmühl über den neuen Platz. Foto Werner Stache

Ein besonderes Präsent überbrachte der Gauschützenmeister Gerhard Nevihosteny den Bruckmühlern. Er hielt einen flammenden Appell für die Jugendarbeit.

Bruckmühl – Strahlende Gesichter und stolze Blicke prägten die feierliche Eröffnung des neuen Bogenplatzes der Bogensparte der SG Edelweiß Bruckmühl. Und das aus gutem Grund: Rund 1000 Arbeitsstunden investierten die etwa 150 Mitglieder des Vereins in den Bau des neuen Areals – ein Meilenstein für die Abteilung und einer der schönsten Plätze der Region.

Der Weg dorthin war aber nicht leicht, es war ein Weg mit Höhen und Tiefen. Im Jahr 2023 mussten die Bogenschützen eine bittere Nachricht verkraften: Aufgrund der Erweiterung der Kompostieranlage in Noderwiechs wurde ihnen der bestehende Nutzungsvertrag für das bisherige Gelände gekündigt. Die große Frage stand im Raum: Wie geht es weiter?

Anerkennende Worte
vom Bürgermeister

Das bereitete großes Kopfzerbrechen. Mithilfe des Marktes Bruckmühl und einiger engagierter Personen, allen voran Markus Zehetmair und dem Verpächter Türen & Fenster Wolf, fand man ein neues Areal an der Münchener Straße 9, direkt hinter Wolf Meisterhaus.

„Ein Glücksfall für uns und ein gewaltiger Schritt für den Verein“, betitelte Spartenleiter Christian Hörberg bei der jetzigen Einweihung die Wende. Er schilderte die nicht einfache Sponsorensuche und den Beginn der Arbeiten – tatkräftig unterstützt vom örtlichen Bauhof und zahlreichen Bruckmühler Firmen. Hörberg schilderte voller Freude und Stolz, welche große Arbeit das Team der Bogenschützen hinlegte. Das Ergebnis: „Wir haben einen superschönen neuen Platz bekommen“, so der agile Spartenleiter.

Dass so viele Gäste zur Eröffnung kamen, sei ein deutliches Zeichen für die hohe Wertschätzung des Vereins in der Bevölkerung, so Hörberg weiter. Besonders hob er die großzügige Spende der Sparkassenstiftung Zukunft über 6000 Euro hervor, mit der vor allem neue Zielscheiben finanziert wurden.

Auch Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter fand anerkennende Worte: Er sprach den Bogenschützen ein „Riesenkompliment“ aus für das Geleistete. Besonders lobte er Christian Hörbergs unermüdlichen Einsatz, seine Ausdauer und die erfolgreiche Sponsorensuche: „Ein Verein braucht einen guten Vorstand – und die Bogenschützen haben einen.“ Er stellte aber auch Bertl Wolf und seine große Sportbereitschaft heraus und nicht zuletzt Markus Zehetmair für die Grundstücks-Idee.

Bogensportabteilung
besteht seit 1996

„Was hier entstanden ist, wird hoffentlich in 20 und 30 Jahren auch noch Bestand haben“, betonte Gauschützenmeister Gerhard Nevihosteny. Er warb für die Jugendarbeit und erinnerte an die mögliche Olympia-Bewerbung von München. „Die heutigen Kinder kämpfen vielleicht 2040 bei Olympia.“

Die beiden Patenvereine aus Pang und Raubling gratulierten ebenfalls zur gelungenen Anlage und lobten, was die Bruckmühler hier auf die Beine gestellt haben. Dann aber war es an der Zeit, zu Kaffee und Kuchen überzugehen und später zu Grillfleisch und Salaten. Wer wollte, konnte auf dem Schnupper-Schießstand einige Pfeile verschießen oder sich in der neuen Vereinshütte eine Diashow über die vergangenen 29 Jahre des Vereins anschauen. So klang eine wunderschöne Einweihungsfeier gemütlich aus. Zu Beginn der Eröffnungsfeierlichkeiten gedachte man in einer Gedenkminute noch dem in der Nacht auf 22. August 2025 verstorbenen Mitglied Hannes Stoiber.

Die Bogensparte gibt es seit 1996 und zusammen ermöglichen sie es Menschen, ihre Leidenschaft für das Luftgewehr- und Luftpistolenschießen und den Bogensport zu teilen und sich weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt ist das sportliche Schießen mit dem Olympic-Recurvebogen.

Das Ziel nie aus den Augen verloren

Artikel 6 von 11