von Redaktion

Altbürgermeister Franz Xaver und Edeltraud Heinritzi feiern goldene Hochzeit in Bruckmühl

Bruckmühl – „Das Fest der goldenen Hochzeit ist eine ganz private Feier, die aber durch ihre Seltenheit eine öffentliche Bedeutsamkeit erlangt und somit die Glückwünsche der Bürger durch den Bürgermeister eine vornehme, ehrenvolle Geste bedeuten“ – so steht es in der Glückwunschkarte, die der Bruckmühler Rathaus-Chef Richard Richter zusammen mit einer Orchidee und der Gemeindeschale an Franz Xaver und Edeltraud Heinritzi überreichte.

Brennstoffhandel
übernommen

Der „Goldhochzeiter“ ist im ehemaligen Bruckmühler Krankenhaus geboren – bis 1948 noch in der Gemeinde Kirchdorf gelegen. Er wuchs in Bruckmühl auf und durchlief nach seiner Schulzeit in Bruckmühl und Bad Aibling bei der Firma Heimbucher in Schloßberg eine kaufmännische Lehre. Danach trat er in das Unternehmen seiner Eltern in Bruckmühl ein, die ein landwirtschaftliches Lagerhaus mit Brennstoffhandel betrieben. 1980 übernahm er die Firma und baute sie aus. Sie wird inzwischen von seinem Sohn Johannes geführt.

Seine Frau Edeltraud kam ebenfalls im Bruckmühler Krankenhaus zur Welt, ging in Bruckmühl zur Schule und absolvierte in der örtlichen Zahnarztpraxis von Anton Gebhard eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin. Später war sie bei der Betriebskrankenkasse der ehemaligen Wolldeckenfabrik beschäftigt.

Erstmals begegnete sich das heutige „Goldpaar“ in der besagten Zahnarztpraxis, die Franz Xaver als Patient aufsuchte. Ihm fiel sogleich die Zahnarzthelferin ins Auge und nach einigen Behandlungen erkundigte er sich bei Edeltraud, ob er mit ihr auch einen „praxis-fernen“ Termin vereinbaren könnte. Sie stimmte zu – und so kam es, dass die beiden einige Jahre danach den Bund der Ehe schlossen.

Die standesamtliche Trauung im Bruckmühler Rathaus vollzog der seinerzeitige Bürgermeister Karl Puff, kirchlich getraut wurden sie in der Pfarrkirche St. Michael in Götting vom Kaplan (und späteren Bruckmühler Pfarrer) Matthias Bartl. Aus ihrer Ehe gingen zwei Kinder und zwei Enkelkinder hervor.

Das Jubelpaar pflegt gemeinsame „bewegende“ Hobbys: Radfahren und Wandern, früher auch Skifahren. Die Beiden haben auch viele Reisen unternommen, unter anderem in die USA, nach Israel und Südafrika. Edeltraud hat in ihrer Jugend gerne geturnt und beschäftigt sich unter anderem mit Seidenmalerei. Sie ist in der Vorstandschaft des Katholischen Frauenbundes Bruckmühl tätig und dort auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ferner gehört sie dem Obst- und Gartenbauverein an.

Franz Xaver ist von Jugend an Mitglied im SV Bruckmühl und hat in seinem Verein aktiv Fußball und Tischtennis gespielt. Er verpasst nur selten ein Heimspiel der ersten SVB-Mannschaft. Auch dem Radsport war und ist sehr zugetan.

Ein weiteres Langzeit-Steckenpferd entwickelte sich ab 1984: Damals wurde er erstmals als Kandidat der CSU/PW in den Marktgemeinderat gewählt und die Kommunalpolitik ließ ihn 30 Jahre lang nicht mehr los: Von 1990 bis 1999 bekleidete er das Amt des Zweiten Bürgermeisters und übernahm 1999 (bis 2014) den „Chefsessel“ im Rathaus. 2014 wurde ihm durch den Marktgemeinderat der Titel „Altbürgermeister“ verliehen und im selben Jahr erfolgte die Ernennung zum Bruckmühler Ehrenbürger. Ganz „nebenbei“ vertrat er die Marktgemeinde 18 Jahre lang im Kreistag und fungierte drei Jahre als Präsident der „Euregio Inntal“, einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Bayern und Tirol. Turnusgemäß für ein Jahr agierte er als „President“ der Aiblinger „Kiwanis“.

Mitglied in rund
30 Ortsvereinen

Seinem Bekunden nach ist Franz Xaver Heinritzi Mitglied bei rund 30 Ortsvereinen, darunter befinden sich die Feuerwehr, die St. Georg-Pfadfinder, drei Trachtenvereine und der Schwimmbadverein. Außerdem ist er jeweils Zweiter Vorsitzender beim „Partnerschaftsverein Bruckmühl-Bruck/Leitha“ und bei der Seniorengemeinschaft „Altersverein Edelweiß“ sowie Ehrenmitglied beim „Stadltheater“.

Unbedingt erwähnt werden muss schließlich auch das soziale Engagement des Altbürgermeisters: 2007 gründete er die „Bürgermeister-Heinritzi-Jugendstiftung“. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen wertvollen Beitrag zur Bildung und Erziehung zu leisten sowie den sozialen Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft zu stärken.

Beim Zahnarzt hat es „gefunkt“

Artikel 8 von 11