von Redaktion

Vom prächtigen Blumenschmuck an Häusern bis zu alten Bauernregeln zur Wettervorhersage: Die Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Au-Dettendorf bot den Mitgliedern faszinierende Einblicke und einen Ausblick auf Neuerungen.

Wetterkapriolen und Blumenschmuck

Au – Die zahlreich anwesenden Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Au-Dettendorf waren am Ende der traditionsgemäßen Herbstversammlung fasziniert von den Topthemen „Blumenschmuck an Häusern und Balkonen im Vereinsgebiet“, zusammengestellt vom Vorsitzenden Sepp Millauer, sowie „Garten und Wetter – Zeichen der Natur erkennen“, beobachtet vom Referenten Michael Luckas.

Die Kulisse im vollen Saal des Gasthauses Weingast in Kematen werteten der Ehrenvorsitzende Martin Impler sowie der Baukulturbeauftragte der Gemeinde Bad Feilnbach, Thomas Zink, als beispielhaft.

Monate durchaus
herausfordernd

Unter dem Gesichtspunkt, dass der Mensch sät, gießt und pflegt und Gott es wachsen lässt, waren die vergangenen Monate für die Naturfreunde mit dem grünen Daumen eher herausfordernd.

Witterungsbedingte Umtriebe mit Kälte, Nässe oder längeren Hitzeperioden hinterließen sichtbare Spuren – wie etwa die Obsternte, die sich heuer etwas spärlicher abzeichnet. Bezüglich der Pflege und des Fortbestandes der herrlichen Streuobstwiesen nimmt Obstbaumwart Hans Kuchler Obstbaumbestellungen entgegen, die bis Ende November ausgeliefert werden.

In einem Ausblick informierte der Vorsitzende Sepp Millauer über das neue Konzept des Bad Feilnbacher Apfelmarktes sowie über eine Neuerung bei den Wahlen der Vorstandschaft in der kommenden Frühjahrsversammlung. Auf Wunsch der Ausschussmitglieder verkürzt sich die Legislaturperiode von derzeit vier auf künftig drei Jahre.

Wohltuend auf Seele, Geist und Gemüt wirkt der Blumenschmuck an bäuerlichen Anwesen, Privathäusern und Gärten, auch als Spiegel reichlicher Hingabe und Liebe zu Pflanzen und deren Erscheinungsbild. Sepp Millauer und einige Weggefährten aus dem Vorstand warfen in den vergangenen Monaten einen Blick über Zäune auf Balkone, bunt gestaltete Fenster und traditionsreich gepflegte Gärten, in denen neben Blumen wertvolles und gesundes Gemüse gedeiht. Im Visier standen Objekte im Vereinsgebiet von Schwaigfeld und angrenzenden Weilern über Lengendorf, Kematen, Sonnenham, Dettendorf und Au bis nach Gottschalling, Willharting sowie Brettschleipfen, Berg und Hummelhausen.

Faszinierend auf der Wandertour war die Vielfalt in der Gestaltung des Häuserschmucks mit dem Prädikat: „Die Welt in der Region ist noch in Ordnung.“ Die gezeigten Bilder sollen animieren und zum Weitermachen auffordern, wie Millauer an seine Mitglieder richtete.

Obstbauern und Gartler leben und akzeptieren ihre Arbeit und Hingabe im Einklang mit den Gegebenheiten der Natur. Viele schimpfen dabei übers Wetter, aber keiner tue etwas dagegen, behauptete der Förster und Bezirksvorsitzende der Gartenbauvereinigungen, Michael Luckas aus Polling, in seinem Vortrag.

Mit dem Wetter ist
es wie beim Lotto

Trotz modernster Technik, künstlicher Intelligenz (KI) und vermeintlicher Vorhersagen sei der Mensch in puncto Witterung der Natur ausgeliefert und immer noch unerlässlich. Beachtenswert seien Zeichen der Natur, überlieferte Bauernregeln, Lostage oder Singularitäten wie zum Beispiel die „Eisheiligen“, Schafskälte, Hundstage, Wetterandeutungen mittels Fichtenbarometer oder das Verhalten von Tieren.

Auch ein Blick zum Himmel sowie die Entwicklung und Bewegung von Wolken können in Bezug auf das Wetter hilfreich sein. Allerdings bestehe wie beim Lotto keine Gewähr auf das Eintreten, wie Luckas anmerkte.

Artikel 8 von 11