Chiemgau/Bruckmühl – Die Sektion Chiemgau, eine der elf Sektionen im bayerischen Dachshundklub 1893, lädt alljährlich im Herbst zu ihrer Zuchtschau ins Tradition-Wirtshaus z`Feldwies in Übersee am Chiemsee ein. Kürzlich war es wieder so weit. Sektionszuchtwartin Stephanie Diepers begrüßte zahlreiche Dackelfreunde, -züchter und -interessierte sowie die Zuchtrichterin Dr. Anne Posthoff. Sie ist Tierärztin und seit diesem Jahr für das neue Amt der Tierschutzbeauftragten im Deutschen Teckelklub 1888 verantwortlich.
Begrüßung fällt je
nach Temperament aus
Steffi Diepers begrüßte Dr. Sabine Gordon. Die Dackelbesitzer hatten die Möglichkeit, ihre Hunde vor Ort von der Tierärztin auf vererbbare Krankheiten untersuchen zu lassen. Ein besonderer Gruß erging an Ehrenvorsitzenden Kaspar Stiedl, für den die Zuchtschau noch immer etwas ganz Besonderes ist.
Ein herzliches „Grias Gott“ ging auch an Mitglied Julia Kollmannsberger, die zusammen mit Patrizia Söllner und Florian Anderlik von den „Inntaler Jagdhornbläsern“ die Zuchtschau musikalisch umrahmte und mit der „Dackel-Fanfare“ den Beginn anblies.
Warum eine Zuchtschau? Will man mit seinem Lang-, Kurz- oder Rauhhaardackel in die Zucht gehen, sind Qualitätsstandards nötig, die in der Zuchtschau mit den Wertungsnoten „vorzüglich“ oder „sehr gut“ vergeben werden. Andere Hundebesitzer reizt der „Kampfgeist“, das Zusammenkommen mit Gleichgesinnten oder die Aussicht, den amtlich bestätigten, schönsten Dackel daheim zu haben.
Schon beim Eintreffen der Teilnehmer lag Spannung in der Luft. Die frisch herausgeputzten Vierbeiner begrüßten sich – je nach Temperament – mit einem freundlichen Schwanzwedeln, lautem Bellen oder auch mit einem warnenden Knurren. Auch so mancher Hundebesitzer konnte die Nervosität nur schwer verbergen. Zuchtrichterin Dr. Posthoff erklärte den Anwesenden, welche Kriterien vor dem Lauf im Ring auf dem Richtertisch bewertet werden. Während sich die Vierbeiner im Ring vorstellten, empfahl sie, die Hunde stets bestens vorzubereiten – vor allem hinsichtlich Leinenführigkeit und dem richtigen Stehen. Teilnehmen konnten alle Dackel mit gültigem Impfpass und Ahnentafel.
Es stellten sich 21 Dackel in den drei Haararten Kurzhaar, Rauhaar und Langhaar vor. Bei den Bewertungen gab es neunmal „Vorzüglich“, viermal „Sehr gut“, dreimal „Vielsprechend“ (das V in der Jüngstenklasse) und einmal „Versprechend“ (das SG in der Jüngstenklasse). Zwei Dackel mussten wegen Zahnfehlern und ein Dackel wegen aggressiven Verhaltens disqualifiziert werden. Ein Vierbeiner konnte nicht bewertet werden.
Schönster Rauhhaardackel wurde „Foxy od Jana Huberta“ von Besitzerin Janina Röslmair aus Bruckmühl. Schönster Kurzhaardackel wurde „Amira vom Duringveld“ von Besitzerin Manuela Hummel aus Grabenstätt. Schönster Langhaardackel wurde „Gitano vom Auglweiher“ von Besitzer Familie Mandlik aus Attenkirchen. Schönster Jüngstenhund wurde „Donna-Elisabeth vom Hummelfeld“ von Besitzerin Bianca Reiprich aus Kienberg.
Dank an die Menschen
hinter den Kulissen
Die Sektion Chiemgau gratulierte allen Teilnehmern der Zuchtschau zu ihren Erfolgen und bedankte sich recht herzlich bei Zuchtrichterin Dr. Anne Posthoff für ihr konsequentes, gleichwohl faires Richten. Ein besonderes Dankeschön ging an die fleißigen ehrenamtlichen Helfer an der Kasse, am Schreibtisch, beim Aufbau und bei der Gestaltung des herbstlichen Blumenschmucks, an die Jagdhornbläser sowie an das stets freundliche Personal des Traditionswirtshauses z’Feldwies, insbesondere an Bedienung Irmi.