Vagen – Bald soll es sicherer in Vagen werden. Zumindest für Autofahrer. Dafür sorgen aktuell sowohl der Ortsbeirat Vagen als auch die Verwaltung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. An drei Kreuzungen waren sich die Bürger des Ortes einig: Hier muss sich etwas ändern. Schon zu oft sei es hier beinah zu Unfällen gekommen. Und an einer der Kreuzungen sei ein Zusammenstoß sogar schon mehrmals passiert. Das soll sich nun ändern.
Personen wurden
bislang nicht verletzt
Die Rede ist von der Kreuzung am Boschnhaus, genauer gesagt an dem Punkt, wo die Hofmarkstraße, die Hauptstraße und der Poschenweg zusammentreffen. Auch die Kreuzung Neuburgstraße und Mittenkirchener Straße, sowie die Kreuzung Mittenkirchener Straße und Wilhelm-Leibl-Straße sind von einigen Bewohnern des Ortes Vagen als „besonders gefährlich“ eingestuft worden, wie Mathias Schmid, Vorsitzender des Ortsbeirats, erklärt. Deshalb gibt es die Forderung, an diesen Stellen Haifischzähne anzubringen. Dabei handelt es sich um Fahrbahnmarkierungen auf der Straße, die auf eine Wartepflicht hinweisen. Meist kommt dieses Verkehrszeichen bei einer Rechts-vor-Links-Regelung an Nebenstraßen zum Einsatz.
Und zumindest an der Kreuzung am Boschnhaus können die Autofahrer zukünftig aufatmen. Denn hier hatte bereits die Verwaltung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham veranlasst, Haifischzähne anzubringen. „Daraufhin wurden wir von denen gefragt, ob noch weiterer Bedarf in Vagen besteht“, so Mathias Schmid. Daraufhin fragte der Ortsbeirat bei den Bürgern nach und die nannten gleich mehrere Straßen und Kreuzungen. „Wir wollen jetzt auch nicht direkt übertreiben und haben uns erst einmal auf diese drei Kreuzungen beschränkt, von denen eine sowieso schon verbessert wird“, erklärt der Vorsitzende des Ortsbeirats.
Dass die Kreuzung am Boschnhaus mit Haifischzähnen sicherer gemacht wird, freut ihn sehr. „Hier wurde schon des Öfteren an mich herangetragen, dass sich da etwas ändern muss“, sagt Schmid. „Da ist schon oft was passiert, zum Glück bislang immer nur Blechschaden oder der Zaun der Feuerwehr wurde mehrmals lädiert.“ Personen seien dort seiner Kenntnis nach bislang noch nie verletzt worden. Schmid hofft nun, dass mit den Haifischzähnen auch Autos und der Zaun der Feuerwehr zukünftig unbeschadet bleiben.
Auch die zwei anderen Kreuzungen waren dem Ort vor allem aus einem Grund sehr wichtig. Denn beide befinden sich in Schulnähe. „Dort ist oft viel Verkehr, vor allem auf der Neuburgstraße herrscht viel Betrieb“, so Schmid. Um hier für Ordnung zu sorgen, sind laut dem Vorsitzenden Haifischzähne als Verkehrszeichen die beste Wahl. Er würde ungern Vagen mit zahlreichen Schildern „zupflastern“. „Vor allem, weil es einfach auch optisch störend ist und vielleicht an diesen Kreuzungen nicht den richtigen Effekt hat“, so Mathias Schmid.
Haifischzähne hingegen seien gerade an solchen Kreuzungen hilfreicher. „Für uns war das eben der optimale Kompromiss für so einen schönen Ort wie Vagen, da die Haifischzähne optisch in Ordnung gehen, nicht stören und auch keine Geräusche beim Drüberfahren machen“, sagt er weiter. Wann genau allerdings die weißen, dreieckigen Markierungen angebracht werden, weiß der Vorsitzende nicht. Das sei Sache der Verwaltung der Gemeinde Feldkirchen-Westerham.
Antwort darauf liefert Karolin Lohwasser, Pressesprecherin der Gemeinde. Sie sagt, dass witterungsbedingt frühestens im Frühjahr 2026 die Markierungen angeordnet und bei der jährlichen Nachmarkierungsphase durchgeführt werden können. Und bislang ist nur die Kreuzung beim Boschnhaus im Plan vermerkt. Ob die Verkehrszeichen auch bei den beiden anderen Stellen kommen, ist von der Polizeiinspektion Bad Aibling abhängig. „Die Polizeiinspektion muss dazu ihr Einvernehmen geben und dann können die Haifischzähne angebracht werden“, erklärt Lohwasser.
In Schulnähe soll der Verkehr sicherer werden
Doch warum ausgerechnet diese Methode als Verkehrssicherheit? Laut der Pressesprecherin gibt es nur die Haifischzähne als Verkehrszeichen, wenn es um die Verdeutlichung einer Rechts-vor-Links-Regelung, abseits von Haupt- und überörtlichen Verkehrsstraßen geht. „Oder zur Verdeutlichung einer Vorfahrtberechtigung des Radverkehrs im Zuge von Kreuzungen oder Einmündungen von Radschnellwegen“, sagt Lohwasser. „Trotz dessen, dass Haifischzähne nur der Hervorhebung einer bereits vorgegebenen Vorfahrtregelung dienen, muss die Erforderlichkeit von Haifischzähnen nachgewiesen werden.“
Und damit bleibt vorerst abzuwarten, ob die Polizeiinspektion Bad Aibling auch ihr Einvernehmen für die Kreuzung Neuburgstraße und Mittenkirchener Straße, sowie die Kreuzung Mittenkirchener Straße und Wilhelm-Leibl-Straße erteilt. Mathias Schmid würde sich das für Vagen wünschen. Denn dann würde der „schöne Ort Vagen“ auch sicherer für Autofahrer.