Bruckmühl – Unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“ leben die Handballer des SV Bruckmühl (SVB) den Teamgeist und das Gemeinschaftsgefühl, bei dem das „Wir“ im Fokus steht. Dabei blicken die Bezirksoberliga-Spieler auch über den Tellerrand ihres Sports hinaus. Nach dem Motto „Alle guten Dinge sind drei“ beteiligen sich die SVB-Handballer auch in diesem Jahr wieder an der weltweiten Aktion „Movember 2025“.
Positive
Resonanz
Aufgrund der positiven Resonanz der vergangenen beiden Jahre rufen die SVBler erneut eine Charity-Aktion ins Leben. Auf der Webseite „GoFundMe“ ist eine Online-Spendenkampagne aktiviert und die Aktion auf diversen Social-Media-Kanälen publiziert. Jeder kann seinen individuellen Beitrag über den Link https://gofund.me/e95700dc8 leisten. „Wir wollen gerade als Mannschaftssportler einen kleinen Beitrag beisteuern, um die Sichtbarkeit für Männergesundheit zu erhöhen und einen positiven Unterschied zu machen“, sagt Handballer Tom Neuwirth. Die Spieler der beiden SVB- Handballteams lassen sich auch heuer wieder als äußeres Zeichen einen Schnurrbart wachsen.
In einem weiteren Schritt veranstalten die SVB-Handballer Ende November (der genaue Termin wird noch bekannt gegeben) rund um einen großen Heimspiel-Nachmittag in der Sporthalle der Justus-von-Liebig- Schulen im Ortsteil Heufeld ein großes Charity-Event. Unter dem Slogan „Sport gemeinsam erleben und was Gutes tun“ fließen die Eintrittsgelder sowie die Einnahmen aus dem Getränke- und Speisenverkauf der „Movember Aktion 2025“ zu. „Wir freuen uns über jeden einzelnen Euro“, sagt Neuwirth im Namen der SVBler. „Movember“ ist eine weltweite Bewegung, die jedes Jahr im November auf die Gesundheit von Männern aufmerksam macht. Der Schnurrbart ist dabei das optische Symbol. Die Bewegung begann 2003 in Australien, um den Schnurrbart-Trend zurückzubringen und gleichzeitig auf wichtige Gesundheitsprobleme bei Männern hinzuweisen. Heute ist „Movember“ in über 20 Ländern aktiv und inspiriert Millionen von Menschen, sich für Männergesundheit zu engagieren. Die Bewegung setzt sich dafür ein, Tabus zu brechen und Männer zu ermutigen, rechtzeitig Hilfe bei Themen wie psychische Gesundheit, Suizidprävention sowie Prostata- und Hodenkrebs in Anspruch zu nehmen.
Die Spenden fließen in Programme zur Aufklärung, Prävention und Behandlung dieser Krankheiten. Die Benefiz-Aktion „Movember“ finanziert Forschungsprojekte, Unterstützungsangebote und Kampagnen, die Männer in Not erreichen und langfristig das Bewusstsein für Männergesundheit schärfen. Depressionen, Angst- oder auch Anpassungsstörungen sind nicht nur Frauensache. Der Anteil der Männer, die sich wegen psychischer Erkrankungen krankschreiben lassen müssen, hat im ersten Halbjahr 2024 den Höchststand der vergangenen Jahre erreicht. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist der Druck durch die heutige Leistungsgesellschaft. Stress gilt bei Männern als Statussymbol und als ein Zeichen von Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus haben sich die ständige Erreichbarkeit und die immer mehr verschwimmenden Grenzen zwischen Beruf und Privatleben etabliert. Vom Job über die Familie bis hin zu Freizeit und Sport: ständig greifbar zu sein und Perfektes abzuliefern gilt als Inbegriff von Erfolg.
Psychische
Erkrankungen
Ein Grund für die schlechte psychische Gesundheit bei Männern sind unter anderem die sozialen Normen und Erwartungen, die auf die Männer Druck ausüben, stark, stoisch und unabhängig zu sein. Erziehung und Rollenmodelle lehren „das starke Geschlecht“, ihre Probleme allein zu bewältigen oder ungesunde Bewältigungsstrategien wie Drogen oder Alkohol anzuwenden, um „durchzukommen“. Sie schämen sich oder sind verlegen, Hilfe bei psychischen Problemen zu suchen. Auch gehen Männer in Bayern einer Auswertung zufolge selten zur Krebsvorsorge. Laut Barmer Krankenkasse nutzte im Jahr 2022 nur ein Fünftel entsprechende Vorsorgeangebote beim Hausarzt.