Blaskapelle hebt mit Herbstkonzert ab

von Redaktion

Die Blaskapelle Bruckmühl bot in der Kulturmühle ein außergewöhnliches Konzerterlebnis und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise, sogar bis ins Weltall.

Bruckmühl – Ein ausverkauftes Konzerthaus, ein sichtlich gut gelauntes Publikum sowie eine kuriose Slapstick-Einlage mit einer anschließenden, knapp zweistündigen musikalischen Flugreise ins Weltall samt Thermik-Turbulenzen – das Ensemble der Blaskapelle Bruckmühl bot seinen begeisterten Gästen mit 14 perfekt arrangierten Musikstücken bei ihrem Herbstkonzert wieder ein mitreißendes Blasorchester-Erlebnis. Dabei versprühten die 39 Musiker um ihre sympathische Dirigentin Martina Riedl in der Bruckmühler Kulturmühle gelebte Musikleidenschaft.

Kaum hatte das Publikum nach dem ersten Saalgong seine Plätze eingenommen, trat der vierköpfige Posaunensatz als Kabinencrew in entsprechender Uniform in Aktion. „Sehr geehrte Damen und Herren, im Namen unserer Pilotin Martina begrüßen wir Sie zu unserem Konzertflug BB 787, bitte folgen Sie nun der folgenden Sicherheitseinweisung“, machte Chef-Stewardess Dr. Katrin Haegler charmant aber bestimmt klar.

In den folgenden vier Minuten sorgten nicht nur die eigentümlich anmutenden Anweisungen, sondern gerade auch das spezielle und eigenartige „Handling“ der Rettungswesten und Sauerstoffmasken durch die Stewards für Lacher und den ersten Szenenapplaus.

Mit viel Applaus
bedachter Einmarsch

Nach dem mit viel Beifall bedachten Einmarsch der Musiker stimmte die Dirigentin mit einem Augenzwinkern und Lächeln die Konzertbesucher auf die Konzertzusammenstellung ein: „Wir nehmen Sie jetzt mit auf eine Reise über Berggipfel bis hin zu fremden Galaxien, klappen Sie dazu die Tische hoch, stellen Sie die Sitzlehnen senkrecht, bleiben Sie bitte während des gesamten Fluges angeschnallt und genießen Sie unser Bord-Entertainment.“

Bei dem folgenden Musikspektakel sorgten die Musiker für den ein oder anderen Lacher mit ihren humorvoll vorgetragenen Moderationen zu den einzelnen Musikstücken.

Mit den ersten gefühlvollen Taktstockbewegungen gab die Blasorchester-Chefin den Startschuss zu einem Musikerlebnis, das beschwingt mit einer Ballonfahrt zu den Klängen des „Aeronauten Marsches“ von Franz Posch begann.

Mit der Anweisung: „Stellen Sie nun bitte Ihre Ohren auf Empfang und genießen Sie in einer Flughöhe von 8000 Metern das unter Ihnen liegende Bergpanorama“, stimmte das Kabinenpersonal die Musikfreunde auf die Polka „Im Gipfelreich“ von Alexander Stütz ein. Wohlklingend folgte das Stück „Fly with me“ von Patrick Millstone.

Mit einem beeindruckenden, vollen Klangvolumen näherten sich die Musiker bei „Cassiopeia“ dem Sternenhimmel. Beim folgenden „Marsch der Galaxien“ von Markus Nentwich mit typischen Egerländer-Elementen wechselte das Blasorchester souverän zwischen heroischen und gemütlicheren Passagen.

Kollektives Fußwippen
bei Frank Sinatra

Mit hohem Energielevel startete die Blaskapelle Bruckmühl dann auch in die zweite „Musik-Halbzeit“. So wechselte der „Flug BB 787“ mit dem Konzertmarsch „Thermik“ von Markus Krinner eindrucksvoll in ruhige, geradezu luftige Melodiebögen zum anspruchsvollen Musik-Genre. Großes musikalisches Herzblut versprühte der große Klangkörper bei „Sogno di volare“, dem Traum vom Fliegen.

Kollektives Fußwippen löste dann der schwungvolle Start der Apollo-11-Mission nach dem Arrangement „Fly Me to the Moon“ in der Frank-Sinatra-Version mit Swing-Elementen aus.

Meisterlich vom Boden losgelöst und der Schwerkraft schwungvoll trotzend zeigte sich Dirigentin Riedl mit ihren Musikern bei „Defying Gravity“ aus dem Broadway-Musical „Wicked“.

Mit dem Action Drama „Top Gun“ von  Tony Scott aus dem Jahr 1986 mit Tom Cruise als halsbrecherischem Kampfpiloten der United States Navy in der Hauptrolle, kamen die Musikfreunde von legendären US-Film- und Kino-Klassikern voll auf ihre Kosten.

Johlende Jubelrufe
der Konzertbesucher

Bei der schwungvollen Darbietung flog der „BB 787 Airliner“ gefühlt teils mit doppelter Schallgeschwindigkeit durch die „Kulturmühle“. Lohn des fetzigen Arrangements waren johlende Jubelrufe der Konzertbesucher.

Mit dem „Premiere- Marsch“ von Otto M. Schwarz, bei dem der Bogen auch zu Kino-Klassikern wie „Star Trek“ und „E.T.“ gespannt wurde, setzte das Blasorchester den Landeanflug ein.

Restlos begeistert forderten die gut 200 Konzertgäste mit lang anhaltendem Applaus drei weitere Zugaben. Den Schlusspunkt setzte nach den „Tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten“ sowie der Polka „Und aus“ ein Stück, das den Musikanten- und Probenalltag beschreibt, traditionell der „Müller-zu-Prugg-Marsch“ von Dr. Michael Stacheder.

Mit einem tosenden Beifallregen begleiteten die Konzertbesucher die Musiker von der Bühne zum Foyer zum geselligen Auschecken. Über die Ehrungen verdienter und langjähriger Musiker wird gesondert berichtet.

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