Vorreiter der Energiewende in Feldkirchen-Westerham

von Redaktion

20 Jahre Solarstrom Feldkirchen-Westerham & Weyarn – Hans Urban: „Weiter so ist keine Option“

Feldkirchen-Westerham – Die Solarstrom Feldkirchen-Westerham & Weyarn GbR hat kürzlich ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Wie die Gesellschaft mitteilt, sind seit der Inbetriebnahme der ersten Anlage im Juni 2005 insgesamt 15 Solaranlagen auf öffentlichen Dächern in Feldkirchen-Westerham und Weyarn errichtet worden. Über die Jahre wurden so rund sechs Millionen Kilowattstunden umweltfreundlicher Strom erzeugt und mehr als 3,5 Millionen Kilogramm CO2 eingespart.

Die Jubiläumsfeier fand im Saal des Landgasthofes Neukirchen statt und wurde von etwa 70 Gästen besucht, darunter fast die Hälfte der 151 Gesellschafter. Geschäftsführer Ernst Weidl begrüßte neben den Gesellschaftern auch den Dritten Bürgermeister der Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Josef Hupfauer, die Energiebeauftragte der Gemeinde Weyarn, Dr. Elisabeth Meyer, sowie die Altbürgermeister Michael Weber senior und Michael Pelzer. Weber senior hatte einst den ersten Dachnutzungsvertrag mit der Gesellschaft abgeschlossen und gemeinsam mit Pelzer die Gründung maßgeblich unterstützt.

In ihren Grußworten bezeichneten die Vertreter der beteiligten Gemeinden die Gründung der Gesellschaft als zukunftsweisend, da das Bewusstsein für erneuerbare Energien im Jahr 2005 noch nicht weit verbreitet war. Besonders hervorgehoben wurden die beiden Gründungsväter Heinz Oesterle und Franz Bergmüller. Oesterle, der die Gesellschaft bis Mai 2019 als Geschäftsführer leitete und seither als Beirat aktiv ist, wurde von Ernst Weidl für sein langjähriges Engagement und seine ehrenamtliche Arbeit gewürdigt.

Alle Redner dankten den Gesellschaftern für ihre frühe Investition in die Solartechnologie. Sie betonten, dass es dabei nicht nur um Rendite, sondern vor allem um die Unterstützung der regionalen Energiewende ging. Stefan Messerer, Elektromeister der Firma Weber, sorgte mit humorvollen Versen und Anekdoten aus dem Alltag der Gesellschaft für Heiterkeit unter den Gästen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den „Bandoffebuam“.

Zum Abschluss der Feier führte der Solarexperte Hans Urban aus Haag die Anwesenden mit einem lebendigen Vortrag in die aktuelle und zukünftige Welt der Photovoltaik und E-Mobilität ein. Unter dem Motto „A bisserl wos geht immer!“ machte Urban deutlich, dass ein „Weiter so“ keine Option sei, jedoch bei konsequentem Handeln die Möglichkeit bestehe, eine Katastrophe zu verhindern. Alle Anwesenden waren sich einig: „Eine rundum gelungene Veranstaltung.“

Artikel 1 von 11