Bad Aibling/Willing – Noch im Dezember dieses Jahres soll der Erweiterungsbau für die Willinger Feuerwehr bezugsfertig sein, der in der Schusterstraße in unmittelbarer Nähe des Gerätehauses entsteht.
Das gaben Bürgermeister Stephan Schlier und Johanna Flohr-Seubert, Sachgebietsleiterin für den Hochbau in der Bad Aiblinger Stadtverwaltung, bei einer Baustellenbesichtigung bekannt. Bei der Bürgerversammlung im Kurhaus bezifferte das Stadtoberhaupt die Kosten für die Baumaßnahme, mit der im Juli 2024 begonnen wurde, auf rund 100000 Euro.
Neue Stellplätze
stehen zur Verfügung
„Mittlerweile sind auch die Pflasterarbeiten beendet. Die noch fehlenden Schiebetüren aus Holz werden im nächsten Jahr montiert“, erläutert Flohr-Seubert. Sie dienten als Abschluss des Mittelteils des Traktes. In Verbindung mit der Maßnahme entstünden im Außenbereich des Gebäudes, das künftig als Materiallager genutzt werden soll, etwa ein halbes Dutzend neue Stellplätze für die Einsatzkräfte. Bürgermeister Stephan Schlier nennt den Bau „eine runde Sache“ und freut sich vor allem auch darüber, dass es sich um eine „Maßnahme mit Nachhaltigkeitscharakter“ handelt.
Dass die Stadt mit ihr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann, war bereits im April des vergangenen Jahres klar, als die Arbeiten zur Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses in Bad Aibling begannen.
Die Planung hierfür machte ein Bauteil mit drei Fertiggaragen überflüssig, das bisher von der Aiblinger Wehr genutzt wurde. „Schnell war klar, dass wir mit einer Umsetzung dieses Gebäudeteils die jetzige Raumnot im Willinger Feuerwehrhaus beenden und zugleich Geld sparen können“, sagt der Bürgermeister. Die dortigen Floriansjünger hatten sich schon länger über fehlende Lagerkapazitäten und die Tatsache beklagt, dass für die aktiven Feuerwehrfrauen keine eigene Umkleide zur Verfügung steht.
„Jetzt werden die bisherigen Lagerräume im alten Feuerwehrhaus frei und können zu einer Umkleide umgestaltet werden. Es war mir wichtig, diese Möglichkeit zu schaffen“, betont Schlier. Michael Krimplstötter, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins und zugleich Stadtrat, bringt die Freude der Feuerwehr über den Erweiterungsbau auf einen kurzen Nenner.
„Wir sind dankbar dafür, dass die Stadt diese Maßnahme trotz der angespannten Haushaltslage ermöglicht hat“, sagt er. Ein besonderes Lob spricht er neben dem Bauamt, das die Maßnahme geplant hat, dem Bauhof für dessen tatkräftige Unterstützung bei den Arbeiten aus. Von einer „spürbaren Verbesserung der räumlichen Situation“ spricht Kommandant Christian Sallaba.
In dem Anbau sollen künftig die 16 Paletten Sandsäcke und das mobile Hochwasserschutzsystem mit rund 400 Metern Länge untergebracht werden, über das die Willinger Feuerwehr verfügt.
„Das wird eine Art Katastrophenschutz-Lager“, so Sallaba. Ein Grund, warum Bürgermeister Stephan Schlier den Katastrophenschutz im gesamten Landkreis als Profiteur der Baumaßnahme in Willing sieht. Wenn die neuen Lagerräume bezogen sind, will die Feuerwehr zügig die Damen-Umkleide im alten Gerätehaus einrichten.
„Das ist dann der nächste Schritt. Den machen wir aber erst im neuen Jahr“, sagt der Kommandant.