Zukunftsvision für den Ortskern

von Redaktion

Bürgerversammlung in Bruckmühl – Bürgermeister Richard Richter lobt Entwicklung

Bruckmühl – Bei der jüngsten Bürgerversammlung in der „Kulturmühle“ präsentierte Bürgermeister Richard Richter neben den sieben Top-Themen Rathaus der kurzen Wege, Haushaltsituation, Kindertagesstätten/Kindergärten sowie Ganztagesbetreuung an den Schulen, sozialer und bezahlbarer Wohnraum, Hochwasserschutz und Unterbringung von Flüchtlingen (wie berichtet) auch einen bunten Gemeinde-Themen-Mix.

Dem Markt Bruckmühl (18120 Einwohner, Ausländeranteil 12,3 Prozent) attestierte er mit 3265 Kindern und Jugendlichen, 11041 Bürgern von 19 bis 65 Jahren sowie 3814 Senioren über 66 Jahren eine ausgewogene Altersstruktur.

Erfreut zeigte sich der Rathauschef, dass „richtig Bewegung“ in das brisante Thema „Unfallschwerpunkt Staatsstraße 2078/Kreisstraße RO8“ gekommen sei. Der dreiarmige Abzweigungsbereich weist in der Unfallhäufungskarte signifikante Werte aus. Ursächlich hierfür sind Vorfahrts- Missachtungen und ein hoher Ausbiegedruck im Verkehr.

Erweiterung bei
der Feuerwehr

Während sich die Räte in der Juli-Sitzung in ihrer Bewertung mehrheitlich für eine höhenfreie Lösung mit einer sogenannten linksliegenden Trompete aussprachen, favorisiert das Staatliche Bauamt jetzt aktuell eine Kreisverkehrslösung. Die Kosten für den Landkreis sinken damit von 4,5 auf eine Million Euro. Mit einem Baubeginn kann eventuell schon 2026 gerechnet werden.

In Sachen Parkgebühren an den Höglinger Baggerseen und dem „Park-and-Ride“-Parkplatz am Bahnhof konnte das Gemeindeoberhaupt ein durchwachsenes Fazit ziehen. Nach Darstellung der Verwaltung und der betroffenen Landwirte hat die Maßnahme an den Freizeit-Seen zu einer deutlichen Entzerrung des Park-Chaos‘ und einer Entspannung der Verkehrssituation geführt. Demgegenüber gibt es bei der Nutzung des Parkplatzangebotes auf der „Park-and-Ride“-Anlage im Ortszentrum trotz moderater Tarife „noch Luft nach oben“. In dem Zusammenhang machte er noch einmal klar, dass bei den Höglinger Seen Verkehrssicherheitsaspekte und bei der „Park-and-Ride“-Anlage die zielgerichtete Lenkung des „innerörtlichen Zentrumsverkehr“ im Vordergrund standen.

Wichtig sind dem Markt Bruckmühl „als Pflichtaufgabe der Kommune“ vor allem auch die sieben selbstständigen Feuerwehren. Dies schließt auch das im Feuerwehrbedarfsplan verankerte Investitionsvolumen von je vier Millionen Euro für Fahrzeuge und technische Ausstattung sowie für bauliche Maßnahmen an Feuerwehrhäusern bis 2028 ein. In dem Zusammenhang steht als Nächstes der umfangreiche Erweiterungsbau samt neuen Einsatzfahrzeug für die Waither Orts-Feuerwehr mit einem Finanzvolumen von circa 1,4 Millionen auf der Agenda.

Konsequent weiter geht es auch mit dem „Radverkehrskonzept“, um die Verkehrssicherheit in der bestehenden Radverkehrsinfrastruktur durch bauliche Kleinmaßnahmen wie Querungshilfen und sichere Überleitungen für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Dazu zählt auch jüngst die Aufbringung von sogenannten „Rotmarkierungen“ wie bei den Zufahrten zum Mangfall-Center und dem KiGa Rösnerwiese. „Leider konnten wir aber aufgrund fehlender Kooperation des Landkreises weitere, unserer Meinung nach wichtige, Maßnahmen nicht realisieren“, bedauerte Richard Richter.

Als „tolle Maßnahme“ bezeichnete er die abgeschlossenen und umfangreichen Bautätigkeiten rund um die Aussegnungshalle am Friedhof Hinrichssegen. Erfreulicher Nebenaspekt: Die Kostenberechnung von 1,4 Millionen Euro konnte unterschritten werden.

Dazu beschäftigte sich auch die Gemeindeverwaltung im engen Schulterschluss mit dem Marktgemeinderat in den zurückliegenden Monaten intensiv mit der Feinuntersuchung zum Ortskern. In der Zukunftsvision soll die Aufenthaltsqualität rund um die Kulturmühle durch Verschwenkung des Autoverkehrs am idyllischen Triftbach sowie im Bruck-an-der- Leitha-Park mit neuen Verweilzonen verbessert werden. Die umfangreichen Planungen schließen auch die zielgerichtete Steuerung des Autoverkehrs im Zentrum samt einem möglichen Parkdeck über die bestehende P&R-Anlage an der Bahnhofstraße mit ein. „Erstes Fazit des Architektenbüros: Der Ortskern von Bruckmühl hat ein großes Entwicklungspotenzial“, zeigte sich dazu Richard Richter für das weitere Prozedere positiv gestimmt.

Auch hat sich die „Kulturmühle“ mit ihrem facettenreichen Angebot von insgesamt 264 Veranstaltungen aller Couleur weiter als wichtiger Eckpfeiler der Kulturszene in der Region etabliert. So gaben sich neben Newcomern auch Künstler auf Top-Niveau wie Doris Langara (Oper), Bruno Jonas (Kabarett) oder Constanze Linder (Schauspielerin) die Türklinke der professionellen Bruckmühler Veranstaltungs-Location in die Hand.

Einen Volltreffer landete zudem das Stadtmarketing mit ihrem geschnürten Aktions- und Attraktionspaket. Zu dem breiten Portfolio gehörten das beliebte Open-Air-Kino, die gelungene Premiere des „Pop-up-Biergartens“, verschiedene Märkte, das Mallorca-Summer-Festival oder auch der Weihnachtsmarkt.

Vereinsarbeit ist
der „Kitt der Gesellschaft“

Als „Kitt der Gesellschaft“ bezeichnete Bürgermeister Richard Richter abschließend die hervorragende Arbeit der zahlreichen Ortsvereine. „Was hier auf ehrenamtlicher Basis geleistet wird, kann gar nicht hoch genug angerechnet werden.“ Dazu streifte er noch die „feierlichen Gesellschafts-Höhepunkte“ des Jahres 2025, bei denen die Sektkorken durch die Luft wirbelten: Sportlerehrung der Marktgemeinde, Bruckmühler Radsportnacht, 20 Jahre Tafel Bruckmühl, 35 Jahre Sozialer Arbeitskreis, 50 Jahre Sparte Tennis beim SV-DJK Heufeld, 50 Jahre Kindergarten Sonnenblume Götting, 70 Jahre THW, 100 Jahre Waldheim, 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Holzham und das Bruckmühler Volksfest.

Über die im Rahmen der Bürgerversammlung eingegangenen Bürgeranfragen und -anträge wird gesondert berichtet.

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