Götting – Kürzlich fand in der Pfarrei St. Michael Götting der dritte und letzte Triduumsgottesdienst statt. Damit erreichte das Jubiläumsjahr zum 300-jährigen Bestehen der Pfarrkirche seinen feierlichen Abschluss. Als Hauptzelebrant wirkte Pater Christian Schmidberger aus Maria Eck, der von Pfarrer Augustin Butacu und Pater Terance herzlich begrüßt wurde.
Der Wandel ist ein
Bestandteil der Kirche
Zu Beginn der festlichen Messfeier gratulierte Pater Christian der Pfarrgemeinde zu ihrem bedeutenden Jubiläum und lud alle Anwesenden ein, die Botschaft Gottes mit offenen Ohren und Herzen aufzunehmen und mit dem Mund in die Welt hinauszutragen.
Angesichts des Mottos zum Heiligen Jahr 2025 „Pilger der Hoffnung“ rief er dazu auf, sich auf den Weg zu machen und gemeinsam die Kirche im Wandel zu gestalten und mit Leben zu füllen. Auch heute, so betonte Pater Christian, sei der Wandel Bestandteil des kirchlichen Lebens. Was jedoch immer bleibe, sei Gottes unveränderliche Liebe: „Sie muss nicht verdient werden – Gott ist Liebe. Seine einzige Sehnsucht ist, dass wir Menschen heil werden.“
Mit einer lebendigen und inspirierenden Predigt ermutigte Pater Christian die Gemeinde, sich beim Friedensgruß gegenseitig echten, spürbaren Frieden zu wünschen: „So, dass der andere merkt: Der meint es ehrlich!“
Die musikalische Gestaltung übernahm die Gruppe „Just for God“ und verlieh der Feier einen würdigen und beschwingten Rahmen. Im Anschluss an den Gottesdienst lud Pfarrer Butacu alle Gemeindemitglieder zum Austausch und zum Glaubensgespräch rund um das Thema „Das Kreuz – Zeichen unserer Hoffnung“ in den Pfarrhof ein. Dort stellte die Pfarrjugend ihr besonderes Jubiläumsprojekt vor: Aus alten Balken, die beim Reinigen des Kirchturms entdeckt wurden, fertigten die Jugendlichen mit tatkräftiger Unterstützung von Kirchenverwaltungsmitglied Albert Kreuzmeir ein Jubiläumskreuz an. In den vergangenen Monaten beteiligten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche mit großem Engagement.
Unter fachkundiger Anleitung von Hans Schmid, ebenfalls Mitglied der Kirchenverwaltung, wurde auch das Fundament am Standort der Schnellrieder Kapelle errichtet. Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit, einen Spruch oder ihren Namen auf Metall zu punzieren. Diese kleinen Plaketten wurden am neuen Kreuz angebracht und verleihen ihm eine ganz persönliche Note. Am darauffolgenden Tag trug die Pfarrjugend das fertiggestellte Kreuz gemeinsam zur Schnellrieder Kapelle.
Pfarrer Butacu und Pater Terance gestalteten an diesem besonderen Ort mit der Gemeinde eine feierliche Segenszeremonie, stimmten Lieder an, beteten ausgewählte Kreuzwegstationen und segneten das neue Jubiläumskreuz. Damit erhielt der Jubiläumsabschluss einen eindrucksvollen und würdigen Rahmen.
Kleine Plaketten für
eine persönliche Note
Zum Ausklang kamen die Pfarrjugend und alle Engagierten im Michaelistüberl zu einer geselligen Runde zusammen. Das neue Kreuz an der Schnellrieder Kapelle soll auch weiterhin ein Ort der Stille, des Gebets und des Kraftschöpfens bleiben.
So wird das ereignisreiche Jubiläumsjahr 2025 mit seinen vielfältigen Aktionen noch lange in dankbarer Erinnerung bleiben und die Gemeinde im Glauben stärken.