Bad Aibling – Mit dem Weggang von Pater Athanasius trat im Dezember vergangenen Jahres eine neue Gottesdienstordnung für die Stadtkirche Bad Aibling in Kraft, die an die geringer gewordenen personellen Ressourcen im Bereich der Seelsorge angepasst wurde. In einer gemeinsamen Klausurtagung, zu der neben dem Seelsorgeteam auch die Vertreter der einzelnen Pfarrgemeinderäte und der Kirchenverwaltungen geladen waren, wurde die Neuregelung jetzt mit Blick auf Stärken und Schwächen auf den Prüfstand gestellt.
„Wir wollen gemeinsam schauen, wo eventuell noch Optimierungsbedarf besteht“, nannte Stadtpfarrer Philipp Kielbassa die Zielsetzung der Zusammenkunft. Unter der Moderation von Andrea Peis, die im Pfarrverband Erdinger Moos tätig ist, stellte sich im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung heraus, dass überwiegend eine große Zufriedenheit mit der bisherigen Regelung besteht.
„Wir müssen uns an den vorhandenen Ressourcen orientieren und immer wieder Kompromisse schließen“, brachte Stadtkirchenratsvorsitzende Renate Gartmeier die Ausgangsbasis auf einen Nenner. Ein paar Vorschläge, die in Arbeitsgruppen entwickelt wurden, sollen zeitnah noch vertieft erörtert werden. Unter anderem wurde angeregt, künftig einmal im Jahr eine gemeinsame Wallfahrt der Stadtkirche zu organisieren und wieder Jugendgottesdienste anzubieten.
Pfarrer Robert Daiser, im Ordinariat für die Jugendseelsorge zuständig und im Rahmen seiner praktischen Ausbildung vor der Priesterweihe auch in Bad Aibling aktiv, hat angeboten, in gewissen Zeitabständen für die Feier eines solchen Gottesdienstes zur Verfügung zu stehen. Pfarrer Philipp Kielbassa dankte allen Anwesenden für ihr engagiertes Mitwirken und empfand die Klausur als „einen wichtigen Schritt, um die bestmöglichen Lösungen für die Stadtkirche zu finden“.
Moderatorin Andrea Peis sieht sie auf einem guten Weg. „Man spürt den Willen zur Zusammenarbeit. Dass es in einem laufenden Prozess mal irgendwo ein bisserl hakt, ist normal. Ernsthafte Konflikte erkenne ich aber nicht“, fasste sie ihren Eindruck von der Klausur zusammen. Norbert Kotter