Gemeinsamer Wunsch nach Gerechtigkeit und Menschlichkeit
Im Besucherkreis wurde der vehemente Wunsch nach Frieden mehrfach geäußert. Foto stache
Interreligiöses Friedensgebet in der Aula der Holnsteinerschule – Gänsehautmomente bei deutscher Übersetzung aus dem Koran
Bruckmühl – In der Aula der Holnsteinerschule in Bruckmühl fand kürzlich das traditionelle „Interreligiöse Friedensgebet“ statt. Ziel war und ist es, durch das gemeinsame Gebet und den anschließenden Dialog Verständnis und Respekt zwischen den Religionen zu fördern. Dabei steht nicht die Betonung religiöser Unterschiede, sondern das Gemeinsame – der Wunsch nach Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit – im Vordergrund.
Wie wichtig der Friede ist, zeigen all die Krisenherde auf unserer Welt – die Kriege, die Zerstörung, das Leid unzähliger Menschen. Oft fühlen wir uns ohnmächtig angesichts der Gewalt und der Spaltung. Und doch dürfen wir nicht aufhören, an den Frieden zu glauben. Das interreligiöse Friedensgebet von Bruckmühl ist ein Zeichen dafür: Menschen verschiedener Religionen und Kulturen kommen zusammen, um gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung zu beten.
Pastoralreferent Markus Brunnhuber und Vedat Dogan begrüßten die zahlreichen Teilnehmer, darunter auch Altbürgermeister Franz Xaver Heinritzi. Brunnhuber forderte, den Frieden hochzuhalten, und betonte die kleinen Fortschritte wie die Geiselbefreiung in Gaza.
Edeltraud Heinritzi sprach dann zur Einstimmung den Dialog zwischen den Religionen, der die Herzen für andere Glaubenstraditionen öffnen und den gegenseitigen Respekt fördern sollte. Beeindruckend war dann der Beitrag der Muslimischen Gemeinde, bei der M. Cihad Kökten eine Lesung aus dem Koran vorsang und diese dann auf Deutsch übersetzte. Mancher Besucher bekam dabei Gänsehaut.
Es folgten nachdenkliche Gedanken und Gebete der christlichen Gemeinde, bevor die Besucher selbst Fürbitten vorbrachten. Untermalt mit leiser Gitarrenmusik herrschte eine fast schon gespenstische Stille in der Aula: Hoffnung, Mut und Ausdauer nicht verlieren, damit es Frieden auf der Welt gibt, war die Bitte von Franz-Xaver Heinritzi.
Eine andere Bitte war, dass es der Politik gelingen möchte, Frieden zu finden und dass ein Waffenstillstand in der Ukraine eintritt. Waffen würden keinen echten Frieden schaffen, man müsse den Mut haben, auf Gewalt zu verzichten war eine andere Bitte. Ethnische Vorurteile verbannen und die schrecklichen Ereignisse der beiden Weltkriege nicht vergessen, das war eine weitere vorgetragene Forderung.
Nach dieser eindrucksvollen Darlegung der Sorge um den Frieden auf der Welt sprachen Güler Mazium ein Gebet der Muslimischen Frauen und Edeltraud Heinritzi ein Gebet der Christlichen Frauen. Markus Brunnhuber trug noch das Gebet „Für unsere Erde“ vor, während Mathias Fritzsche das „Gebet der Vereinten Nationen“ zitierte: „Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.“
Zum Abschluss der nachdenklichen Stunde sangen die Besucher in Hebräisch und Deutsch „Wir wollen Frieden“, begleitet von beruhigenden Gitarrenklängen. Brunnhuber schloss die Veranstaltung mit einem Dank an die Schule und gab den Termin für die nächste Veranstaltung bekannt: am 26. April 2026.