Kirchdorf – Auf den Festgottesdienst mit Altarweihe zur Wiedereröffnung der Kirchdorfer Pfarrkirche St. Vigilius durch Kardinal Reinhard Marx (wir berichteten) folgte die weltliche Feier. Hierzu formierte sich der Kirchenzug, angeführt von der „Kirchdorfer Dorfmusi“ unter der Leitung von Andreas Rumpel, zur Roßnagel-Halle. Dort hieß Moderator Markus Stahuber die Gäste mit einer heiteren Anekdote willkommen. Danach sprach Pfarrer Augustin Butacu das Tischgebet fürs Mittagessen.
„Wir haben sie
wieder – in neuem Glanz“
Anton Hell ging in seiner Ansprache auf die zweieinhalb Jahre lange Zeit ein, in der die Gottesdienste unter anderem im Trachtenheim und in Hallen stattfanden. „Diese Zeit ist jetzt Geschichte und Vergangenheit. Wir haben sie wieder – unsere Kirche in neuem Glanz. Seit 555 Jahren ist sie der Mittelpunkt unseres Dorfes und der Gemeinschaft“, betonte der Kirchenpfleger.
Er dankte allen, die am Gottesdienst mitgewirkt haben, sowie der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat, Verwaltungsleiterin Katharina Rottmayr-Czerny und deren Vorgängerin Silvia Donderer. Sein weiterer Dank galt Architektin Lydia Lehner, dem erzbischöflichen Ordinariat, den an der Kirchenrenovierung beteiligten Firmen, Bürgermeister Richard Richter, den Ortsvereinen und der Familie Roßnagel für die Zurverfügungstellung ihrer Halle.
Bürgermeister Richter beglückwünschte die Kirchdorfer zur wunderbaren Einweihung: „Ihr habt heute ein absolutes Miteinander gezeigt.“ Er würdigte außerdem den Einsatz der Verantwortlichen, die das kirchliche Leben in den zweieinhalb Jahren mit den Gottesdiensten aufrechterhielten.
Architektin Lydia Lehner ließ die fünf Jahre dauernde Planungs- und Renovierungszeit Revue passieren. „Beteiligt an den beiden Bauabschnitten einschließlich der Voruntersuchungen waren insgesamt 62 Unternehmen, darunter Restauratoren, Ingenieurbüros, Haustechnikfirmen und Spezialisten aller Art.“ Drei Firmen hob sie hervor: die Firma APC, die Schlupfwespen züchtet. Diese bewohnen seit Beginn der Maßnahme die Kirche und halten den Holzwurmbefall in Schach, da sie den gemeinen Nagelkäfer vertilgen. Die Firma Zosseder, die mit einer aufwendigen Schadstoffsanierungsmaßnahme den asbestbelasteten PVC-Belag auf den Emporenböden entfernt hat. „Eine vor 40 Jahren mit besten Absichten vorgenommene Verschönerungsmaßnahme mit teuren Spätfolgen“, merkte die Architektin an.
Als dritte Firma erwähnte sie die Firma Preis und Preis, die bei der Kirchenmaler- und Altarrestaurierung tätig war. „Deren Mitarbeiter haben eine Glanzleistung abgeliefert“, attestierte sie. Mit einem besonderen Dankeschön bedachte sie Kirchenpfleger Anton Hell. „Er hat die Jahre der Renovierung mit großem Interesse, unermüdlicher Teilnahme an allen Terminen und weiser Besonnenheit mitgetragen.“ Abschließend wünschte sie der Kirchengemeinde, dass die neu renovierte Kirche St. Vigilius, „dieser faszinierende neugotische Raum mit seinem Licht, seiner reichen Ausstattung und den neuen liturgischen Orten“ wieder zum Mittelpunkt des kirchlichen Lebens wird.
Die Verwaltungsleiterin des Pfarrverbands Heufeld-Weihenlinden, Katharina Rottmayr-Czerny, richtete ihre Dankesworte an sieben Adressaten, die die Kirchenrenovierung möglich gemacht haben. An das Erzbischöfliche Ordinariat für die Genehmigung, Organisation und Finanzierung der Baumaßnahme. An die Marktgemeinde Bruckmühl, die das Projekt mit großem und unbürokratischem Wohlwollen unterstützt und eine Finanzspritze für die Turmuhr gewährt hat. An die Hauptamtlichen im Pfarrverband, unter anderem die Pfarrsekretärinnen, die frühere Verwaltungsleiterin Silvia Donnderer und Kirchenmusiker Karl Vater. An Architektin Lydia Lehner vom Architekturbüro A2, die termin- und kostengerecht geplant hat sich in der ganzen Zeit mit viel Umsicht und Sorgfalt für das Gelingen des Projekts eingesetzt hat. An die hervorragenden Handwerker, Restauratoren und Künstler, die mit viel Liebe zum Detail gearbeitet haben. An die vielen Freiwilligen rund um die Kirchengemeinde St. Vigilius. An den Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung und insbesondere an Kirchenpfleger Anton Hell.
Dank geht an
die vielen Helfer
„Jede Hilfe war ein unverzichtbarer Baustein im Gesamtwerk“, bekräftigte sie, verbunden mit einem herzlichen Vergelt‘s Gott. Dank und Anerkennung im Namen des Pfarrgemeinderates sprachen Annerose Ettenhuber und Katharina Hell an Regina Grabichler, Anton und Johanna Hell und Annemarie Schmid aus. Anzumerken ist noch, dass die Kirchenrenovierung auf einer Fotowand „illustriert“ wurde und der Nachwuchs des Trachtenvereins „d’ Haunpoldler“ (Leitung: Rupert Mehringer junior) mit dem „Mühlradl“ die Festbesucher erfreute. Musikalisch wurden sie von der „Kirchdorfer Dorfmusi“ mit flotten Weisen unterhalten.